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Liebe brauchen wir am meisten - Liebe verweigern wir am meisten.

Entwicklung

Für den einzelnen Erkrankten von großer Bedeutung ist die Frage: "Wie lange kann ich noch laufen, bzw. mich uneingeschränkt bewegen, unabhängig leben?" Leider wird keiner in der Lage sein, hierüber zuverlässige Angaben zu machen. So bleibt die Frage unbeantwortet beim MS-Kranken hängen und schwirrt laufend im Kopf umher. Die Frage endet nicht bei fortlaufender Verschlechterung oder Zunahme der Einschränkungen, sie wandelt sich nur im Wortlaut: "Wie lange kann ich noch am Handstock laufen, mich eingeschränkt bewegen?"

Es sind zwar nach etwa fünf Jahren Krankheitsdauer im eingeschränktem Maße gewisse wissenschaftliche Vorhersagen möglich, jedoch gilt dies eher für die schlechteren Verlaufsformen. Während die günstigeren Verlaufsformen sich meistens erst nach zehn oder mehr Jahren Jahren herausstellen, zumindest nach wissenschaftlich-statistischer Ansicht. Es bleibt einem letztlich nichts anderes übrig, als die Ungewißheit über den eigenen Krankheitsverlauf anzunehmen und damit zu leben. Die Hoffnung einerseits zu hegen, zu den Betroffenen mit dem günstigem Verlauf zu gehören, der Wahrheit andererseits ins Auge zu schauen, dass es auch anders kommen kann.


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