Die Diagnose MS wird oft erst spät gestellt, zuerst treffen lediglich verschiedene Punkte zu, die schulmedizinisch als wesentliche Diagnosevorraussetzung festgelegt sind. Die Erkrankung ist in der Bevölkerung wenig bekannt, wobei es sich oft eher um ein "nicht wissen wollen" handelt. Die ersten Symptome werden häufig bagatellisiert - und das nicht nur vom Patienten. Sogenannte stille Schübe mit zeitweisen leichten Beschwerden werden meistens nicht wahrgenommen, könnten aber durch die Kernspintomographie (MRT) mit hoher Wahrscheinlichkeit dargestellt werden.
Im Frühstadium der Entzündung sollen die Schädigungen (Läsionen) noch durch medikamentöse Therapie zu beeinflussen sein, wahrscheinlich ist damit Kortison gemeint. Die Demyelisierung (Entmarkung) und axonale Schäden (an den Nervenleitungen), können jedoch nicht mehr rückgängig gemacht werden. Das Erscheinungsbild MS ist vielgestaltig, die Anfangsbeschwerden können auch durch andere Erkrankungen verursacht werden. Mitunter kann es, auch für einen sehr erfahrenen Arzt, schwierig sein, die Symptome im Frühstadium einzuordnen.