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Hast Du jemals mein trauriges Herz gesehen?

Gedichte
- von Karl

MEIN


Mein war alles,

jeder Gedanke,

jeder Traum,

jede Herausforderung,

die eine Herausforderung war,

ohnehin nur für die Anderen.


Kein Weg war zu weit,

kein Berg zu steil,

keine Nacht zu kurz

und kein Morgen zu früh,

Schwäche war stets

ein Privileg nur der Anderen.


Mein war alles,

jeder Gedanke,

jeder Traum,

jede Herausforderung,

war mein,

doch wandern nur noch die Anderen.

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NACHT


Freundin meiner gegangenen Tage

verschluckst in deiner Dunkelheit

meinen Kummer, meine Ängste,

gibst Kraft mir für einen neuen Kampf.


Ruhe ist um mich und in mir sind

nur meine eigenen Gedanken,

die ich in Worten denke,

gleich einem Selbstgespräch.


Dunkelheit ist um mich,

umhüllt das Licht meiner Träume,

in denen ich Dinge tue,

die zu tun mir im Wachen verwehrt sind.


Angst ist um mich, läst mich aufschrecken

aus meiner heilen Welt der Träume,

in der ich mit dem Wind tollen kann

und Blindheit nur andere betrifft.


Es belügt sich regelmäßig der,

der im Wissen um den Umstand,

dass morgen wieder etwas mehr weniger geht,

von Hoffnung spricht.


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