Nein, ich selbst bin nicht an MS erkrankt, sondern mein Mann Martin. Seit bereits mehr als 10 Jahren lebt er mit dieser Diagnose. Seine Erkrankung begann mit Sehnerventzündung, es folgten einige Schübe, die gottseidank keine erheblichen Schäden zurückliessen. Martins MS-erkrankung zeigt gewiss Symtome, jedoch sind diese in wirklich erträglichem Rahmen. Aus meiner Sicht ist da viel schlimmer die Ungewissheit darüber, wie lange uns dieses Glück beschieden sein wird.
Wir haben uns dazu entschlossen ein normales ;) Leben zu führen - mit 2 anstrengenden, tollen Kindern und Häusle bauen. Und es sieht gut aus für uns. Was wäre auch die Alternative gewesen? Vor Angst und Vorsicht zu erstarren? MS kann auch in solchen Bahnen verlaufen, dass ein nach aussen hin normals Leben geführt werden kann. Die Diagnose wird immer in unseren Gedanken sein, ich glaube sooo gut kann die Prognose für Martins Verlauf gar nicht ausfallen, aber wir sind voller Zuversicht!
Seit ca. einem Monat hat Martin damit begonnen Copaxone zu spritzen. Seine Neurologin hat beim letzten Besuch ansatzweise sogar von Heilung gesprochen: die MS könne mittels Copaxone zum Stillstand gebracht werden und auch die Forschung bezüglich der Regeneration der Nervenfasern sei weit vorangeschritten.
Ich wünsche allen Betroffenen Kraft - und das Vermögen auch weiterhin Freude am Leben empfinden zu können!
Susanne
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