Also wo fängt man da an, mitten drin.
Ich hatte Sehstörungen, April 2003, bin zum Hausarzt und das nach langer Zeit ca. 5 Jahre, und habe ihr das so geschildert: ich komme mir vor: wie kurz vor betrunken, der Rand des Sehfeldes nur undeutlich und irgendwie, wie wenn ich 2 Viertel Rotwein getrunken habe. Sagte aber auch zu ihr, das ich ja weiß sie findet wieder wahrscheinlich nichts, und ich gehe auch gleich zum Augenarzt, der wahrscheinlich auch nichts findet. Also zum Augenarzt und wie gedacht war nichts.
Daraufhin meine Ärztin ok wir schicken sie in die Kernspin. Mal was Neues habe ich gedacht, das hab ich bisher noch nicht versucht, ok probieren wir auch mal aus. Der Arzt, der die Kernspin auswertet ist normalerweise jemand, der nur kurz und bündig sagt was ist. Als dieser Arzt mich zu sich bat und mir auch noch Platz anbot, machte mich stutzig. Er sagte es ist kein Tumor, „Gott sei dank,“ aber es wären in meinem Kopf einige Entzündungsherde, und man müsste eine Liqo machen. Na ja dachte ich ( Panik vor Spritzen), wenn´s den hilft.
Meiner Hausärztin ist, als ich ihr die Diagnose übermittelte das Wort MS ausgerutscht, und machte sofort einen Termin in der Klink aus. Da saß ich nun zuhause, Panik, ich im Rollstuhl, nein nicht wirklich. Spielte einen Abend lang, was wenn usw. Dann dachte ich als vernetzter Mensch, habe zwei Teenager, Internet, erst mal wissen was überhaupt Sache ist. Suchmaschine angeschmissen, MS usw. Kam dann auf einige Seiten in denen MS gut erklärt wurde. Daraufhin ist mir klar geworden, wenn es so ist habe ich seit 1987 MS- da hatte ich den ersten Schub, vom Arzt, Neuro usw. nichts gefunden. Mein Hausarzt meinte damals Kreislauf ich sollte doch ein paar KG zunehmen.
So ging's weiter, ich habe herausgefunden, das ich min. 4 Schübe in der Zwischenzeit hatte. Aber kein Arzt hatte eine Antwort darauf, ein Neuro meinte sogar ich hätte hypochondrische Veranlagung, das war beim letzten Schub 1996, konnte kaum laufen da mir das Gefühl in den Beinen fehlte. Seit dem hatte ich mir gesagt bin ich einfach nicht krank, die Ärzte finden ja sowieso nichts.
Nachdem ich also im Internet fündig geworden bin dacht ich so bei mir ok, meine Schübe sind sehr weit auseinander, sind nicht dauerhaft und ich bin gerade noch bis September keine 40 Jahre. Also damit könnte ich leben, musste also im Krankenhaus nur noch einen Arzt finden der meine Diagnose bestätigt. Klar hab ich ihn gefunden und somit bin ich auch offiziell MS-Patient, aber nachdem auch dieser jetzige Schub weg ist und ich wieder Motorrad fahren kann, was furchtbar war die ganze Zeit ohne, bin ich wieder der Meinung, ich habe nichts, bin nicht krank, Gott sei dank, bin nur MS-Patient und damit kann ich vielleicht uralt werden.
Sue
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