Es war kurz vor den Sommerferien letzten Jahres, als ich zu Anfang mit Verdacht auf Magendarm bei meiner Ärztin landete... (zu dem Zeitpunkt war ich 15 jahre alt), es dauerte nicht lange und ich wurde ins Krankenhaus eingeliefert... viele tage lang lag ich dort mit der Ungewissheit was nun wird... viele Untersuchungen... qualvoll musste ich sie über mich ergehen lassen, ohne hinterher auch nur ansatzweise mehr zu wissen.
Die Zeit in der ich mich jeden Tag ununterbrochen übergeben musste, der Schwindel mein Gleichgewicht zerstörte und ich meinen Kopf nur noch auf der linken Schulter hängen lassen konnte, war der Horror für mich. In dieser Zeit wurde mir allerdings erst so richtig bewusst, dass man froh sein kann zu leben und sein Leben schätzen sollte!
Ich wusste ein halbes Jahr lang nicht was die endgültige Diagnose war, bis man einen unauffäligen Schub im Rückenmark entdeckte - die Diagnose steht nun seit ca 2- 3 Monaten fest. Es war für mich wie ein Schlag ins Gesicht. Ich habe mich verkrochen und habe sehr viel geweint. Viele Schicksalsschläge kamen hinzu. Eine Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit meinte, ich solle einen Schwerbehindertenausweis beantragen, obwohl ich soweit fit bin. Ebenfalls meinte sie, ich würde nie einen Ausbildungsplatz in der Richtung der Krankenschwester bekommen.
Nun hab ich gelernt damit umzugehen, wenn ich daran denke (was ich versuche so wenig wie möglich zu tun,) wird mir mulmig im Bauch und manchmal kullern noch ein paar Tränen, aber ich habe mich damit auseinander gesetzt und ich weiß wie ich damit umgehen muss...
steffi
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