hallo vorerst mal an alle betroffenen, sowohl an jene, die selbst erkrankt sind als auch an bekannte und verwandte von patienten!
ich bin 19 jahre alt und damit eine außergewöhnlich junge ms-patientin. seit ca. einem jahr weiß ich von meiner krankheit, auf die wir durch eine sehnerventzündung aufmerksam geworden sind. wie für viele andere auch lagen meine zukunftsvorstellungen und träume in scherben vor mir. gute freunde haben mir gesagt, dass ich mich immer mehr zurückgezogen habe und kaum mehr zugänglich war. das alles war mir damals nicht bewusst. ich versuchte nur meine krankheit zu akzeptieren.
doch leider kann ich bis heute nicht behaupten, dass mir das gelungen wäre. immer wieder taucht die frage "warum?" auf. und mein größtes problem ist, dass ich immer wieder in selbstmitleid verfalle.
doch nun zu meinem eigentlichen anliegen. viele patienten haben bereits familie wenn sie von der ms erfahren. mein traum war es auch immer einen mann und kinder zu haben, aber heute denke ich anders bzw. gar nicht über dieses thema nach. ich habe panische angst mich zu verlieben oder später mal eine familie zu gründen, weil ich nicht weiß ob ich mal zu einem pflegefall und somit eine last für die, die mich lieben werde. ich suche auf diesem weg, menschen denen es ähnlich ergangen ist oder ergeht.
ich weiß nicht, ob ich meine gefühle verständlich ausgedrückt habe, bin aber über jeden rat oder jede erfahrung von betroffenen dankbar.
Silvia
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