Hallo, mein Name ist Sabine und ich habe meine Diagnose seit 1989.
Bis zu einem Schub im Spätsommer 2001 habe ich außer Cortison im Schub keinerlei Medikamente genommen. Doch weil ich bereits im Herbst 2000 einen Schub hatte, dachte ich ich müsste doch mal etwas tun, damit es nicht so weiter geht. Das Mittel der Wahl hieß für mich Copaxone, denn die grippeähnlichen Symtome nach dem Spritzen von Interferon konnte und wollte ich mir bei meinem Schichtdienst nicht leisten.
Also fing ich mit Cop im Dez.2001 an. Alles lief gut ich war begeistert, keine Nebenwirkungen bis auf die roten und geschwollenen Einstichstellen, doch das verging nach ein paar Wochen. Ebenso hatte ich wie Katja diverse Dellen an den Oberschenkel, als wenn sich Fettgewebe aufgelöst hat, leider ließ sich das nicht steuern. Vier Monate später bekam ich Schmerzen in der linken Schulter und ließ mich bei einem Orthopäden behandeln. Massagen, Krankengymnastik und sogar Cortisonspritzen ins Gelenk. Das Gelenk wurde geröntgt, doch das Gelenk war in Ordnung.
Das Einzige was Linderung brachte war Cortison, aber auch nur für vier Wochen. Ich wußte mir keinen Rat mehr, ich hatte nichts besonderes getan was diese Schmerzen erklären konnte. Nach langem Suchen las ich den Beipackzettel von Copaxone noch einmal und hier wurden auch Gelenkschmerzen genannt. Ich versuchte mich bei Aventis zu erkundigen, die Antwort bestand eher in der erneuten Nennung des Beipackzettels und das es eigentlich nicht sein könne, es wäre nur bei ca. 2% der Patienten aufgetreten. Auch in einigen Foren habe ich diese Frage gestellt und keine befriedigende Antwort erhalten.
Nachdem nichts half, setzte ich in Rücksprache mit meiner Neurologin Cop ab. Die Schulterbeschwerden veränderten sich, ich würde sagen meine Schulter reagiert sehr empfindlich auf jegwede Belastung. Doch der Schmerz ist völlig anders. Was ich allerdings feststellte und was mich ehrlich gesagt heftig überrascht hat, war das ich plötzlich wieder leistungsfähiger war. Ich hatte ernsthaft über eine Umschulung bzw. BU-Rente nachgedacht und plötzlich war all das wie weggeblasen. Davon stand nichts im Beipackzettel, es hat mich allerdings einige graue Haare gekostet, denn meinen Beruf übe ich gern aus und eine BU-Rente ist nicht die Erfüllung meiner Träume.
Es würde mich interessieren, ob Andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben und ob diese Erfahrungen über die entsprechenden Neurologen an Aventis weitergeleitet wurden. Auf jeden Fall haben mich die Nebenwirkungen mehr eingeschränkt als mich die MS bisher eingeschränkt hat und das für den eventuellen Nutzen bei ca. 30% der Nutzer.
Sabine
e-mail an Sabine
| Haftungsausschluss |
|
© 2000 - 2010   mb ( http://www.muskl.de ) |