Es gibt Tage an denen erscheint alles wie im Nebel, grau und dunkel. Man kann die Hand vor Augen kaum sehen und erkennt den Weg nicht mehr. Hat Angst in Löcher zu treten und Angst zu fallen. Man schreit und keiner hört einen und man betet und wird nicht erhört. Nichts geht mehr Alles erscheint sinnlos, wäre da nicht die Erinnerung an die Wärme und das Licht. Nur fehlt die Kraft es zu suchen, es fehlt sogar die Kraft um weiterzugehen.
Dunkle Tage, andere nennen es Depression.
Es gibt Mittel dagegen, wie es gegen fast alles Mittel gbt; aber wird es dadurch einfacher? Wird es leichter? Oder entfernen wir uns nur noch weiter von uns selbst? Machen wir uns jetzt auch noch von Mitteln anhängig?
Gefühle machen Sinn, auch wenn man ihn manchmal nur schwer erkennen kann. Doch wieviel kann man als Einzelner ertragen, wieviel kann man aushalten? Manche betäuben sich und sie können es nicht aushalten, manche flüchten und nehmen sich selbst mit, andere machen ein Ende. Welcher Weg ist der richtige, welcher Weg der sinnvollste?
Ist es vielleicht einfach nur Trauer? Der Abschied von etwas liebgewonnenen? Wer will sich schon von etwas verabschieden, was einem lieb und teuer geworden ist? Liegt im Abschied nicht immer auch ein Stückchen eines Neubeginns? Wenn wir uns nicht verabschieden lernen, verlernen wir vielleicht auch etwas neu zu beginnen? Ist es einfacher wenn man nicht mehr allein ist? Ist besser Mittel zu nehmen?
Was ist wenn ich durch all diesen Nebel und die Mittel nicht mehr den Weg finde, nie mehr? Will ich wirklich nie mehr ans Licht, oder gefällt es mir jetzt im Nebel, weil alles ja nicht mehr so schlimm ist?
Es erschreckt mich immer wieder, wenn ich mitbekomme wie viele Menschen sich durch irgendwelche Mittel betäuben, um so wenig wie möglich von dem Nebel zu sehen. Ich habe Angst sie könnten den Ausgang verpassen und viele tun ja auch, genau das. Wie viele Menschen sind wohl schon in diesem Nebel verloren gegangen oder an ihrer Trauer verendet? Wie oft muß man eigentlich durch diesen Nebel? Ist er wirklich nötig, und wofür?
Wann bin ich wieder dran und werde ich meinen Weg finden? Oder werde ich mich wieder abkapseln und mich gegen alles von außen abschirmen, damit mich keiner verletzen kann und mich keiner erreichen kann? Werde ich wieder gegen die Wände meines eigenen Gefängnisses stoßen und mir den Kopf einrennen? Werde ich wieder wie tot leben und mich fragen was das alles hier noch soll?
Vielleicht werde ich mich endlich mal selbst besiegen. Endlich über meinen Schatten springen und sehen das es Menschen gibt die mir dioe Hand reichen, das es Menschen gibt die wissen wo das Licht sein könnte. Werde ich es endlich zulassen das man mir hilft, es zulassen das ich verletzbar bin und das Risiko eingehen?
Man sagt immer was uns nicht tötet macht uns nur härter. Aber ist das wirklich richtig? Ich finde: was uns nicht tötet macht uns stärker, nicht härter.
Vielleicht lerne ich mich endlich an den selben Dingen zu messen an denen ich andere messe und nicht ausgerechnet bei mir die Messlatte immer etwas höher aufzuhängen.
Vielleicht lerne ich das alles auch nie, aber ich will es wenigstens versuchen.
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