Hallo zusammen, ich hätte folgenden Beitrag für die Behandlungsecke auf der muskl.de Seite, die mir doch immer recht hilfreich erscheint.
Nach einem 1980 im alter von 4 Jahren diagnostizierten Diabetes Mellitus Typ I und meinem Denken, ok ich hab was, schlimmer kanns nicht mehr kommen, erwischte es mich 2001 nach einem Orthopädenbesuch, da ich über starke Rückenschmerzen klagte und beim senken des Kopfes immer so ein unangenehmes Ziehen und kribbeln verspürte. Kurz zum Radiologen MRT Aufnahmen machen; der fand erst nichts, rief mich dann aber nachmittags an und bat mich nochmals vorbei zu kommen um ein stärkeres Magnetfeld in einer anderen Maschine zu nutzen....Und dann diese kleinen weißen knubbel im Gehirn und im Rückenmark....Eigentlich klare Diagnose: MS.
Nun bin ich im medizinischen Bereich nicht gerade unbewandert (durch den Diabetes) und kannte schon so einiges an Krankheiten, aber damit hätte ich wahrhaftig nicht gerechnet. Nach einigen Internet-Recherchen schien mir die Sache relativ klar und ich war irgendwie relativ unerschrocken, da mich die Krankheitsgeschichte mit dem Diabetes doch schon relativ geprägt hat und ich immerhin, trotz 23 Jahren Diabetes, keine gravierenden Spätschäden davon getragen habe.
Schübe hatte ich bis dato nur in eingeschränkter Form, wenn ich manchmal zu Fuß zur Arbeit lief stolperte ich unversehens und hinkte aus mir nicht einleuchtenden Gründen. Das ganze noch vor der Diagnose. Da ich damals noch privat Krankenversichert war, schloß ich mich mit mehreren sich "Spezialist" schimpfenden Ärzten kurz, was aber nicht mit einem zufriedenstellenden Ergebnis endete. Lange Rede, kurzer Sinn: 1 heftigen Schub (linksseitig völlig gelähmt) habe ich hinter mir, das ist jetzt 1,5 Jahre her. Eine Behandlung mit Cortison verweigerte ich, da das Cortison sich durch seine unkontrollierbare Eigenschaft des Blutzuckererhöhens in meinem Fall leider nicht anbot.
Als Medikament nutze ich seit einem Jahr relativ konsequent Copaxone, manchmal habe ich einfach andere Sachen zu tun, als mir noch mehr Nadeln in den Körper zu jagen. In Punkto Diabetes nutze ich seit 4 Jahren eine Insulinpumpe, die extern über einen Katheter Insulin in den Körper pumpt, wodurch der Bauchraum eigentlich für die Pumpenanwendung reserviert ist. Bleibt nur der Hintern und die Oberschenkel für die Copaxone-Anwendung. Mein Unterhaut-Fettgewebe ist quasi nicht mehr wirklich exzistent, bzw. bilden sich massivst Verhärtungen und gelegentlich Schwellungen. Trotz allem habe ich mit Copaxone keinerlei "Nebenwirkungen", da mir die Geschichte mit dem Fettgewebe nicht als eine reine Cop-Nebenwirkung erscheint, sondern eher als normales Problem bei subkutanter Injektion und vielleicht zu selten gewechselten Einstichstellen. Nach ca. 25.000 Injektionen weiß ich ungefähr wovon ich rede.
Ich kann im Rückblick auf das letzte Jahr nur Werbung für Aventis und Copaxone machen, da es so wunderbar und schubfrei verlaufen ist. Gerne kann man mich auch per eMail erreichen.
Gruß
Gunnar
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