Hallo, ich bin der Günther und leide seit 5 Jahren an MS.
Es fing damals 2001 an, mit Doppelbilder, das knapp 2 Wochen anhielt. Ich ging drauf zum Augenarzt, dem gefiehl das überhaupt nicht. Er schickte mich ins Krankenhaus für eine CT-Untersuchung. Dabei kam aber nichts raus. Nach ca. 2 Wochen war das ganze wieder Verschwunden.
Hatte dann 2 Jahre mehr oder weniger Ruhe. Bis dann 2003 sich alles änderte. Da war ich mit meinen sehr guten Freund, beim wandern auf einen Berg. Beim Aufstieg war noch alles in Ordnung, aber dann beim Abstieg fing es an. Meine Knie hielten mein Gewicht nicht mehr, ich sackte immer wieder ein, das ging dann so weit, dass ich mich nicht mehr auf den Beinen hielt. Mein Kollege trug mich dann den halben Berg hinunter. Ich merkte irgendwas stimmte mit mir nicht und hatte Angst vor der Diagnose. Trotz allem ging ich wieder zum Arzt, mein Hausarzt schickte mich dann zum Neurologen.
Der Neurologe machte die neurologische Untersuchung wie z.B. Füsse zusammen, Hände verschrenken und Augen schliessen. Dabei wäre ich fast umgeflogen ohne das ich was merkte, nur das mich mein Arzt noch aufhielt. Der Neurologe wies mich dann ins Krankenhaus ein. Da hatte ich dann Lumbalpunktion und eine MRT- Untersuchung. Als ich erfuhr, dass ich MS habe, sagte mir das überhaupt nichts. Ich hatte das ganze erst viel später begriffen, als ich mir Bücher und Zeitschriften über MS besorgte. Da begriff ich erst, das ich an einer unheilbaren Krankheit leide.
Mein Neurologe im Krankenhaus hat es mir nicht verständlich erklärt, er meinte ich habe MS und dafür bekomme ich Kortison .punkt! Dachte mir michts dabei und lies es einfach über mich ergehn. Aber das es so schlimm sein wird, hätte ich nicht gedacht. Hatte schwere Nebenwirkungen auf Kortison wie, Kopfweh,magenschmerzen, schwindlig, einfach unwohl, zittrig am ganzen körper. Wurde dann auf Betaferon 1b eingestellt. Es brennt wie Feuer beim spritzen, hab mich aber schnell daran gewöhnt. Ich spritzte dieses Medikament knapp 2 jahre. Hatte aber trotz allem jährlich einen Schub mit teilweiser Rückbildung.
Zurzeit ist das gehen nur mit Stöcken oder Krücken möglich, weil das Gleichgewicht nicht mehr so mitspielt. Habe noch eine neue Therapie begonnen, hab meinen Neurologen gewechselt. Sie ist Professor in einer Wiener Klinik und hat selber auch noch eine Praxis. Fühl mich in guten Händen bei ihr, Sie konnte so Vielen wieder helfen, die schon im Rollstuhl waren. Bekomme jetzt Immunglobuline intravenös, als Langzeittherapie. Muss sagen, dass ich schon leichte Besserung spüre. Wem erging es ähnlich, würde mich freuen über Ratschläge und sonst irgend was.
Grüsse alle MS Patienten
Günther
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