Als Betroffener kommt man sich als Bettler vor. Die Ärzte verschreiben widerwillig und haben Mitleid mit eigenem Bankkonto. Die Krankenkassen legen die Gesetze so aus, dass der Versicherte meistens benachteilig wird. Wir werden nicht behandelt, sondern verwaltet und nur als großer Kostenposten betrachtet!
Heute am 12. 11. 01 habe ich erfahren, dass mein ambulanter Termin in der Uni Münster wegen Kürzungen am Etat, wie auch immer um 3 Monate nach hinten verschoben wird. Dabei habe ich noch Glück gehabt. Man erwog nämlich die gesamte Schließung dort ansässigen MS-Ambulanz. Überall Kürzungen, Fehldiagnosen, endlose Termine. Ich verliere schon langsam die Hoffnung, dass ich noch irgendwann noch mal auf die Beine komme. Die Diagnose wurde bei mir 93 gestellt, 98 habe ich noch nach vielen Schüben und Remissionen Beachvolleyball gespielt. Seid 99 laufe ich mit Stock, seid diesem Jahr Strecken über 200-Meter im Rollstuhl. Der Antrag auf Copaxone wurde bei der Krankenkasse abgelehnt, Azathioprin ist billiger und genau so gut, laut der Absage. Im jeden Fall habe ich seit langer Zeit keine Remission mehr und werde immer mehr zu einem Pflegefall. Man fragt sich, wieso berichte ich so negativ? Es gibt nämlich nichts Positives zu berichten.
Darek Zawierucha
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