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Wer interessieren will, muß provozieren. (Salvatore Dali)


Sechs Jahre in Ruhe weitergelebt

Ich bin 35 Jahre alt bin verheiratet und habe drei Kinder. Meine Krankheit wurde vor sieben Jahren festgestellt, man hat es mir aber verschwiegen. Vor fünf Jahren kam dann unser drittes Wunschkind zur Welt.

Ende 1999 bekam ich dann nachts fürchterliche Krämpfe in den Beinen, was ich erst auf akuten Eisenmangel geschoben habe. Als ich wegen einer Erkältung beim Arzt war, erzählte ich ihm dann von den Krämpfen und von der damaligen Untersuchung, wobei ich dazu sagen muss, das ich früher einen anderen Hausarzt hatte und der mir genau wie der Neurologe nichts sagte. Mein jetziger Arzt wurde hellhörig und schickte mich zu einem anderen Neurologen. Ich nahm meine alten Bilder und Untersuchungsergebnisse mit und der Arzt fragte nur, ob ich zur Weiterbehandlung meiner MS komme, weil die Bilder eindeutig waren.

Für mich brach eine Welt zusammen, obwohl ich es geahnt habe. Seit März 2000 bekomme ich Avonex gespritzt. Drei Monate lang hatte ich fürchterliche Nebenwirkungen, wie Fieber, Schmerzen und Schlaflosigkeit. Inzwischen vertrage ich das Medikament gut und es ist auch bis heute kein Schub aufgetreten. Ich hoffe, das alles so bleibt wie jetzt. obwohl ich oft Angst habe, dass ich meine Kinder nicht gross bekomme, bzw. sehr eingeschränkt bin und nicht mehr so für sie sorgen kann, wie ich möchte.

Ich war am Anfang sehr wütend auf den damaligen Arzt, aber heute denke ich, dass es besser für uns alle so war. Wir haben sechs Jahre in Ruhe weitergelebt und vor allem hätten wir alle unsere Tochter und kleine Schwester nicht, weil ich sicherlich mit der Diagnose kein Baby mehr bekommen hätte.

Conny


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