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Wir haben alle Kraft genug, um die Leiden anderer zu ertragen. (Rochefoucauld)


Neurologen, Eltern und die Zukunft

Ich bin 18, hatte erst einen Schub (Sehstörungen, welche sich nach Kortisonbehandlung vollständig zurückbildeten), bin nicht in Behandlung, gehe alle drei Monate zum Neurologen, der mich aber nicht sonderlich zufrieden stimmt, weil er nie (!) irgendeine Untersuchung durchführt...

Desweiteren möchte ich an alle Eltern apellieren, deren Kinder von MS betroffen sind: Bitte seid nicht besorgter als die eigenen Erkrankten und lasst ihnen Luft zum atmen. Ich rede da aus Erfahrung, weil ich mir immer wieder von meiner Mutter anhören muss, dass sie schlecht schläft, weil sie sich Gedanken macht. Ausserdem ist sie echt zu sehr engagiert (sie liest jeden noch so kleinsten Schnipsel über MS, und hält ihn mir dann vor die Nase) was mich echt dann und wann auf die Palme bringt. Das Schlimmste jedoch ist, dass sie mich, auch auf meinen Einwand hin, nicht alleine zu Neurologen gehen lässt, d.h. sie sitzt dann neben mir im Arztzimmer und redet und redet, was mir jedenmal die Tränen in die Augen treibt.

Als letztes will ich sagen, dass ich selten über meine Krankheit nachdenke; das liegt wohl daran, dass ich im Moment nicht davon betroffen bin. Ich habe Angst vor der Zukunft. Ich will meine Krankheit nicht mein Leben bestimmen lassen und insgeheim weiss ich, dass dies doch der Fall ist beziehungsweise sein wird.

So das war's. Freue mich auf jede Mail:

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