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Wer mit dem Strom schwimmt, erreicht die Quelle nie. (Peter Tille)


Nie den Lebensmut verlieren

hallo ich möchte mich kurz vorstellen:
ich in 36 jahre, getrennt lebend habe 2 kinder und stehe zum glück noch voll im berufsleben. vor 4 jahren habe ich meine diagnose ms bekommen. damals brach für mich eine welt zusammen und ich wollte nicht mehr weiterleben. ein leben als krüppel im rollstuhl war das einzigste was ich damals gesehen habe.ein pflegefall der jedem zur last fällt, aber dem war nicht so.

mein chef hat mir sofort zugesagt das er mich nicht wegen so etwas entlassen würde was er bis heute auch nicht getan hat. wenn ich mal wieder einen schub habe 1-2 mal im jahr dann verordnet er mir absolute schonzeit.

auch so habe ich mein leben sehr gut in den griff bekommen. meine ganze einstellung zum leben hat sich seitdem verändert. ich sehe heute alles viel lockerer und mache keinen stress mehr. was heute nicht fertig wird bleibt eben bis morgen liegen.

mein mann ist damals nicht damit fertig geworden das ich krank bin und hat sich nach 3 jahren von mir getrennt. war schon komisch als ich gemerkt habe, wie oberflächlich er doch eigentlich gewesen ist. inzwischen habe ich einen sehr lieben verständnisvollen partner kennengelernt der mich wie ein normaler mensch behandelt, was ich ja auch bin.

ausser das ich taube hände habe sind noch keine gravierenden behinderungen eingetreten.ich kann ca. 1 km laufen ohne probleme und sage mir immer es gibt schlimmeres. z.b. gar nicht mehr laufen zu könnnen oder sowas. man kann dem schicksal nicht entgehen und wenn man es so akzeptiert wie es ist dann kann man auch damit leben.

ich wollte nur mal sagen das man nie den lebensmut verlieren soll weil es immer irgendwie weitergeht.

e-mail: Beatrix


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