Once upon a time
Es gab eine Zeit,
da war mein Name Windsbraut,
weil ich es liebte, am Meer zu sein,
wenn der Sturm die frierenden Touristen davongeweht hatte.
Es gab eine Zeit,
als ich es liebte,
mich gegen den Wind zu stemmen -
mal trotzig und mal aus Freude an der eigenen Kraft.
Es gab einen Ort,
eine kleine Landzunge am Meer,
wo der Wind so scharf blies,
dass die meisten Menschen es kaum ertragen mochten.
Es gab diesen Ort der Ruhe für mich,
wo Wind meine Gedanken klärte,
ewige Wellen mich die Vergänglichkeit alles Menschlichen lehrten
und bunte Steine mir erzählten, dass das Leben immer neu und voller
Überraschungen ist.
Es gibt diesen Ort immer noch,
doch heute ist der Wind nicht mehr nur mein Freund.
Er kann mich zu Boden werfen,
und der Ort der Ruhe sieht mich nur noch selten.
Es ist immer noch dieser Ort, der mich gelehrt hat,
dass das stolze weite Meer nicht so mächtig ist wie gedacht.
Es gibt einen unsichtbaren Herrscher, den Wind, der stärker ist.
Heute kann ich mich nicht mehr mit ihm messen,
aber ich übergebe ihm meine Träume
und nutze so seine Kraft.
Zum Text:
Es war so: Ich war bei stürmischem Wetter zu Fuß unterwegs, und neben mir schob ein Radfahrer sein Bike vorsichtshalber zu Fuß. Eine heftige Sturmböe riss ihm das Rad aus der Hand, wehte es seitlich gegen mich, und Rad und Andie gingen zu Boden. Erschrocken kam der Typ sofort angestürzt, um sich ganz besorgt zu erkundigen, ob SEINEM RAD etwas passiert sei ...!!! Auf meinen Hinweis hin, dass ich das für relativ unwahrscheinlich hielte, weil das kostbare Rad ja ziemlich weich auf mir gelandet war, hat er mich dann zum Cappuccino ins nächste Bistro eingeladen.
Das hat mich zum Nachdenken gebracht, wie viel schlechter ich heute als früher dem Sturm standhalten kann.
Andrea (Andie)
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