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Die Statistik ist die erste der ungenauen Wissenschaften.(Goncourt)

Berichte um die Multiple Sklerose

  • Neue Therapie gegen multiple Sklerose
    • Endlich eine Alternative zu Spritzen? Die ersten Tabletten gegen multiple Sklerose stehen kurz vor ihrer Zulassung. Sie sind nicht nur bequem anzuwenden – sie wirken auch gut. Wer krank ist, nimmt Tabletten ein. Das klingt für die meisten Patienten hierzulande weder überraschend noch sonderlich erstrebenswert. Ganz anders bei Menschen mit multipler Sklerose (MS): Sehr viele von ihnen sehnen den Tag herbei, an dem das erste Medikament auf den Markt kommen wird, das nicht per Spritze oder Infusion verabreicht wird, sondern geschluckt werden kann.Dieser Tag scheint nun in nicht mehr allzu weiter Ferne zu liegen. Vor zwei Monaten hat der Pharmakonzern Novartis für seine MS-Tablette Gilenia zumindest in den USA eine wichtige Zulassungshürde genommen ...
                                              zum Bericht in Basler Zeitung online


  • MS: Gravierende Auswirkungen durch Mobilitätsverlust
    • Neuen Forschungsergebnissen zufolge führt die Mobilitätsbehinderung von Menschen mit multipler Sklerose (MS) zu erheblichen Auswirkungen auf die Produktivität am Arbeitsplatz sowie auf das Einkommen der Betroffenen. Fast drei Viertel (72 %) der Befragten gaben an, dass ihre Mobilitätsprobleme ihr Arbeitsleben stark beeinträchtigten, und fast zwei Drittel (64 %) mussten aufgrund ihrer mit MS verbundenen Mobilitätsprobleme Einkommensverluste hinnehmen. Die von Biogen Idec in Auftrag gegebene Umfrage ging der Mobilitätsbehinderung bei mehr als 430 an MS leidenden Menschen aus sechs Ländern auf den Grund. Die Ergebnisse bestätigen frühere Studien, in denen einhellig festgestellt wurde, dass Mobilitätsprobleme eine Hauptsorge der MS-Patienten sind. Mehr als ein Drittel (39 %) der Befragten, die eine Auswirkung auf ihr Arbeitsleben feststellten, gaben an, dass sie aufgrund ihrer Mobilitätsprobleme Krankheitsurlaub nehmen mussten - in manchen Fällen bis zu 40 Tage in den letzten sechs Monaten ...
                                              zum Bericht in MyHandicap


  • Schneckengift gegen chronische Schmerzen
    • Seit 2006 ist in Deutschland das neuartige Schmerzmittel Ziconotid zugelassen. Es eignet sich besonders gut zur Behandlung von Nervenschmerzen, die oft schlecht auf herkömmliche Behandlungsstrategien ansprechen. Bei dem Medikament handelt es sich um eine synthetisch hergestellte Verbindung, die dem Gift der im indischen und pazifischen Ozean lebenden Kegelschnecke "Conus magnus" entspricht. Das sogenannte Conotoxin ist ein starkes Nervengift. Es wirkt direkt auf die Funktion der Nervenzellen, indem es Kalziumkanäle blockiert, die für die Weiterleitung des Schmerzreizes verantwortlich sind. Auch Schmerzen bei Multipler Sklerose und Querschnittslähmungen, Schmerzen nach Nervenverletzungen oder Gürtelrose sowie Phantomschmerzen nach Amputationen sprechen gut auf die Therapie mit Ziconotid an. Da die Behandlung aufwendig und teuer ist, kommt sie erst zum Einsatz, wenn alle anderen Behandlungsansätze ausgeschöpft sind. Ziconotid wird kontinuierlich als Infusion über eine implantierte Schmerzpumpe direkt in das Nervenwasser verabreicht ...
                                              zum Bericht in NDR online


  • Vorzeitiger Rollentausch in der Familie: Kinder pflegen Eltern
    • Sind Eltern krank, drehen sich die Rollen um: Kinder werden zu Erwachsenen, die Mama und Papa pflegen. Aus Angst und Scham wird die Situation oft verschwiegen. Doch es gibt Hilfe. Wenn Mama oder Papa krank sind, ist das für Kinder schlimm. Sie sorgen sich um ihre Eltern. Häufig kommt noch eine weitere Belastung hinzu: Sie helfen dem kranken Elternteil, entlasten und unterstützen ihn. "Wenn jemand in der Familie chronisch krank ist, nimmt das Einfluss auf die gesamte Familie", sagt die Pflegewissenschaftlerin Sabine Metzing-Blau von der Universität Witten-Herdecke. "Der Alltag verändert sich und muss reorganisiert werden." Metzing-Blau leitet seit 2004 eine Studie, die das Leben von Kindern chronisch kranker Eltern beleuchten soll. "Die Kinder füllen die Lücken, die entstehen", sagt sie. Kann Mama nicht mehr kochen, weil es zu anstrengend ist, übernehmen das die Kinder, sofern Papa nicht in der Nähe ist. Aber auch, wenn Mama oder Papa nicht mehr alleine gehen können und nachts auf die Toilette müssen, sind Kinder zur Stelle ...
                                              zum Bericht in Süddeutsche Zeitung online


  • Forschung: Neuer Mut für Multiple-Sklerose-Patienten
    • Medikamente, die bisher bei erhöhtem Blutdruck eingesetzt wurden, sollen jetzt Multiple-Sklerose-Patienten helfen. Forschungen ergaben, dass ein Hormon-Rezeptor die krankheitstypischen Entzündungsherde bei MS bekämpfen könnte. Millionenfach verschriebene Blutdrucksenker geben Multiple-Sklerose-Patienten Anlass zu neuer Hoffnung: Die sogenannten AT1R-Blocker bekämpfen bei Mäusen, die unter der chronischen Krankheit leiden, die krankheitstypischen Entzündungsherde. Das haben Wissenschaftler der Universität Heidelberg in Zusammenarbeit mit US-amerikanischen Kollegen herausgefunden. Leider beschränkt sich die Schutzwirkung auf Entzündungsreaktionen im Gehirn, während im Rückenmark auftretende Entzündungen nicht gestoppt werden. Da sich AT1R-Blocker bereits als Blutdrucksenker bewährt haben, erwarten die Forscher nun eine baldige Erprobung an Freiwilligen mit Multipler Sklerose, berichtet die Universität Heidelberg ...
                                              zum Bericht in Der Westen


  • Menschenversuche mit embryonalen Stammzellen erlaubt
    • In den USA wurde grünes Licht für die ersten Menschenversuche mit embryonalen Stammzellen erteilt. Die amerikanische FDA hat dem biotechnischen Unternehmen Geron erlaubt, klinische Studien mit embryonalen Stammzellen durchzuführen. Das meldet das Unternehmen auf seiner Website. Zunächst sollen die Behandlungsmöglichkeiten mit Zellen aus menschlichen Embryos an querschnittsgelähmten Patienten getestet werden. “Sollte die Behandlung beim Menschen anschlagen, wäre das revolutionär”, sagt Doktor Richard Fessler, Neurochirurg an der Northwestern University, wo die Studie durchgeführt wird. "Die Therapie bietet eine gute Behandlungsmöglichkeit für jährlich tausende von Patienten mit ernsthaften Rückenmarkverletzungen.“ Innerhalb der nächsten Monate will das Team mit den klinischen Tests beginnen. In Zukunft hoffen die Forscher, mit den Stammzellen auch Krankheiten wie Alzheimer oder Multiple Sklerose heilen zu können ...
                                              zum Bericht in Dnews Wissenschaft


  • Umweltfaktoren spielen Schlüsselrolle bei Multipler Sklerose
    • Zum ersten Mal seit der Sequenzierung des menschlichen Genoms haben Forscher das Erbgut eineiiger Zwillinge entschlüsselt. Von dem Ergebnis haben sie sich auch Einblicke in die Entstehung von Multipler Sklerose erhofft. Doch das Nervenleiden bleibt ein großes Rätsel. So sehr man auch bohrt und forscht - das unheilbare Nervenleiden Multiple Sklerose bleibt ein großes Rätsel. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Wissenschaftler eine große Überraschung erlebt haben, über die sie im Fachblatt "Nature" berichten. Was Kingsmore und seine Kollegen nun als Ergebnis dieser Studie präsentieren, ist nicht etwa eine Liste von Genen, die bei der Entwicklung von MS eine Rolle spielen. Das Resultat gleicht eher dem, was man bei "Wer wird Millionär" als das klassische Ausschlussverfahren bezeichnen würde: "Wir haben keine Indizien für genetische Unterschiede finden können, die erklären würden, warum ein Zwilling die Krankheit entwickelt und der andere nicht", sagt Sergio Barazani, Erstautor der Studie von der University of California. David Hafler beurteilt das Resultat dennoch als sehr wichtiges Negativergebnis - zumal es sich um eine besonders umfassende Genomanalyse handelt, die es so bisher nicht gegeben hat ...
                                              zum Bericht in Spiegel online

  • Wenn das Immunsystem auf die Psyche schlägt
    • Das Nerven- und das Immunsystem stehen über Botenstoffe in regem Austausch miteinander. Wird diese Kommunikation gestört, ist mit vielfältigen Problemen zu rechnen. Nur noch schlafen und keine Lust auf gar nichts mehr – wenn ein kräftiger Infekt zuschlägt, wird selbst aus dem lebenslustigsten Zeitgenossen ein Häufchen Elend. Diese typische Verhaltensänderung, die den Kranken zu einer Ruhepause zwingt, wird nicht vom Erreger selbst verursacht, sondern von Signalstoffen des aktivierten Immunsystems, den Zytokinen. Wie man seit über 20 Jahren weiss, reagieren auch Nervenzellen auf die Botschaften der Körperabwehr. Die Immunsignale wirken dabei nicht nur auf die Regulation von Appetit oder Schlaf. Immer deutlicher wird, dass das Immunsystem auch bei anderen Aktivitäten des Gehirns mitmischt: beim Lernen, bei der Gedächtnisbildung, der Entstehung von Nervenzellen und der Hirnentwicklung. Gerät die Immunabwehr aus der Balance, kommen daher häufig auch Hirnprozesse ins Schleudern. Das kann etwa passieren, wenn Chronischkranke mit Immunbotenstoffen wie Interferon behandelt werden. Patienten mit multipler Sklerose etwa brächen die Therapie auch deswegen ab, weil sie häufig über Nebenwirkungen wie Denk- oder Gedächtnisstörungen und starke Depressionen klagten ...
                                              zum Bericht in NZZ online

  • Medikamentenpreise: Billige Pillen, bittere Pillen
    • Europapolitiker wollen eine Angleichung der Medikamentenpreise – aber es gibt heftigen Widerstand. Europapolitiker aus Deutschland haben eine Angleichung der Medikamentenpreise in der EU gefordert. „Es muss endlich Schluss sein damit, dass deutsche Facharbeiter mit ihren Beiträgen den Millionären in Südeuropa die Arzneimittel subventionieren“, sagte der Vizechef der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, Peter Liese, dem Tagesspiegel. Dass lebenswichtige Medikamente in Deutschland fast doppelt so teuer seien wie in anderen EU-Staaten, sei nicht länger hinnehmbar. In Deutschland werde „ein Hochpreisniveau kultiviert, das nicht sein müsste“, meint auch der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Jo Leinen (SPD). Zwar wird es aus seiner Sicht weder möglich noch sinnvoll sein, die Arzneipreise aller 27 Mitgliedsländer zu nivellieren. Aber ein „Rahmengesetz“, das ihnen den Eingriff in die Preisbildung erleichtert, werde dringend benötigt ...
                                              zum Bericht in Tagesspiegel online


  • Biopolitik - Cannabis: Joint Venture für Schmerzpatienten?
    • Es naht der Tag des Eigenheims und gestern war Weltamateurfunkag. Warum gibt es eigentlich keinen Tag des Schmerzpatienten? Es müsste gar kein Welt-Tag sein, ein deutscher Schmerzpatienten-Tag könnte reichen - vorausgesetzt der jeweilige Bundesgesundheitsminister, ein paar Ärztinnen und Ärzte und vor allem die Funktionäre der Krankenkassen sowie einige der mit entsprechenden Fragen befasste Gerichte würden an diesem Tag und sei es auch nur eine Stunde lang konzentriert darüber nachdenken, wie den Schmerzpatienten zu helfen wäre, deren Schmerzen durch zugelassene Therapeutika nicht ausreichend gelindert werden können. In der Sterbehilfe-Debatte dienen nicht behandelbare Schmerzen oft als Argument für die Legalisierung der Patiententötung. Das Argument ist schlicht und ergreifend: starke Schmerzen zu haben verletzt die Menschenwürde also kann es für die Patienten besser sein, schnell zu sterben, als noch ein wenig mit starken Schmerzen weiter zu leben ...
                                              zum Bericht in FAZ.net

  • Patienten mit Blasenfunktionsstörungen profitieren von Botulinum-Toxin A
    • Noch ist der Einsatz von Botulinum Toxin A in der Urologie keine Routinebehandlung, aber immer mehr Patienten mit Blasenfunktionsstörungen profitieren von der neuartigen Therapie. Der Wirkstoff aus dem Bakterium Clostridium botulinum wird während einer Blasenspiegelung direkt in die Harnblase gespritzt. Symptome wie häufiger und unwillkürlicher Harndrang können etwa neun Monate lang reduziert oder völlig unterbunden werden. Blasenfunktionsstörungen wie Dranginkontinenz oder überaktive Blase bedeuten für die Betroffenen starke Einschränkungen in der Lebensqualität und hohen Leidensdruck, oft verbunden mit dem Verlust von Selbstwertgefühl und dem Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben. Wenn herkömmliche Methoden nicht helfen, kann Botulinum Toxin A das Leiden lindern. Auch bei Blasenfunktionsstörungen neurogener Ursache, bei Multipler Sklerose oder Parkinson, nach Querschnittlähmungen sowie bei bestimmten chronisch schmerzhaften Blasenerkrankungen kommt Botulinum Toxin A zum Einsatz ...
                                              zum Bericht in Curado

  • MS: Bakterium überlistet Immunsystem
    • Was genau die chronische Nervenkrankheit MS erzeugt, ist ein ungelöstes Rätsel der Medizin. Einen möglichen Auslöser-Effekt haben italienische Forscher erkannt. Ein an sich harmloses Bakterium kann Abwehrreaktionen im Körper hervorrufen, die letztlich dem gesamten Organismus schaden. Gelangt es ins Blut, greifen die für das Immunsystem bedeutenden T-Zellen nicht nur das Bakterium, sondern auch Nervenzellen im Gehirn an. Diesen Mechanismus demonstrierten italienische Forscher erstmals an Mäusen. Sie glauben, damit eine mögliche Ursache für Multiple Sklerose (MS) ausgemacht zu haben. Die Arbeitsgruppe um Francesco Ria von der Katholischen Universität in Rom beschreibt ihre Entdeckungen im „Journal of Immunology“. Zur gegenwärtigen Forschungslage um die Entstehung von MS sagte Ria: „Wir wissen um das Zusammenspiel eines genetischen Faktors und bestimmten Umwelteinflüssen. Aber wir haben keine zufriedenstellende Erklärung dafür, wie diese Umwelteinwirkung genau abläuft.“ Ria und Kollegen folgten einem Denkmodell, nach dem die körpereigene Abwehr letztlich die für MS-Patienten typischen Schäden im zentralen Nervensystem anrichtet ...
                                              zum Bericht in Focus online

  • Begrenzter Benefit einer frühzeitigen Interferonbehandlung
    • Hinter der frühzeitigen Therapie steht die Hoffnung, dass die immunmodulatorischen Interferone die multiple Sklerose in einem frühen Stadium besonders günstig beeinflussen und damit den Ausbruch der Erkrankung um viele Jahre hinauszögern. Dies lässt sich indes nur schwer beweisen. Die frühzeitige Behandlung mit Interferon beta 1b kann das Fortschreiten der multiplen Sklerose verzögern. Dies zeigt eine Nachbeobachtung der Teilnehmer der sogenannten BENEFIT-Studie . Der Vorteil gegenüber einem späteren Therapiebeginn war jedoch gering, sodass ein Editorialist keine allgemeine Empfehlung für eine frühzeitige Therapie geben mag ...
                                              zum Bericht Deutschen Ärzteblatt

  • Neues Leben aus dem Pilz
    • Fingolimod und ich“ heißt das Motto des Tagebuchs, das eine Amerikanerin ins Internet gestellt hat. In diesem berichtet sie über ihr Dasein als medizinisches Versuchskaninchen. Denn die Frau ist an dem Nervenleiden Multiple Sklerose, MS, erkrankt. Seit mehr als zwei Jahren nimmt sie an einem Test mit dem Anti-MS-Wirkstoff Fingolimod teil. „Ich fühle mich, als ob ich mein Leben zurückbekommen habe“, stellt sie euphorisch gegen Ende der Studie fest. „Es ist nichts weniger als ein Wunder.“ Seit mittlerweile fast drei Jahren sei sie ohne Rückfall, das sei noch nie vorgekommen. Und alles dank der „kostbaren rosa Pille“, wie sie das Mittel mittlerweile nennt. Die Studie, an der die seit vielen Jahren erkrankte Tagebuchschreiberin teilgenommen hat, ist mittlerweile zusammen mit zwei weiteren ähnlichen Untersuchungen im Fachblatt „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht worden. Getestet wurden neben Fingolimod, das zuerst aus einem blässlich-unscheinbaren Pilz gewonnen wurde, ein weiterer Wirkstoff mit Namen Clatribin. Erfreuliches Ergebnis: Die Wirkstoffe reduzierten die Zahl der Krankheitsschübe um gut die Hälfte und verringerten das Fortschreiten der MS um ein Drittel. Sicher haben noch andere MS-Patienten ein kleines Wunder erlebt. Dabei erwies sich Fingolimod auch gegenüber dem MS-Standardmittel Interferon-beta als überlegen. Ein Vorteil der neuen Wirkstoffe ist, dass sie nicht gespritzt werden müssen, sondern geschluckt werden können ...
                                              zum Bericht im Tagesspiegel online

  • Tysabri-Nebenwirkung-PML: Sind europäische Neurologen mitverantwortlich,
    • namentlich die Deutschen? Eine böse Frage, doch irgendwie naheliegend. Die meisten der 24 bestätigten PML-Fälle traten in Europa auf, insbesondere in Deutschland. Könnte es einen Zusammenhang zwischen der scheinbar höheren PML-Prävalenz in Deutschland und mangelnder ärztlicher Kompetenz geben? Wird die Überwachung der Patienten hierzulande gar zu lax gehandhabt, möglicherweise unverantwortlich und unprofessionell? Besonders unzureichender zeitlicher Sicherheitsabstand zu immunsuppressiven Therapien wie Mitoxantron und Azathioprin, aber auch zu den immunmodulierenden Interferon- Präparaten, könnte die beklagenswerte PML-Anfälligkeit unserer Landsleute erklären (gewiss überzeugender als irgendeine genetische Prädisposition). Biogen Idec versucht deshalb schon seit mindestens zwölf Monaten, die Zusammenarbeit zwischen amerikanischen und deutschen/europäischen Behandlungszentren zu in- tensivieren ...
                                              zum Bericht in Chefarztfraulicher: Beobachter

  • Kortison: Wundermittel oder Teufelszeug?
    • Ein interessantes, sehr ausführliches Dossier vom BR über Kortison. Für die einen ist ein Wundermittel, für die anderen Teufelszeug. Es wird bei so unterschiedlichen Krankheitsbildern wie Neurodermitis, Asthma, Rheuma, COPD, Multipler Sklerose oder nach Organtransplantationen eingesetzt, doch die Liste der gravierenden Nebenwirkungen ist ebenso lang. Viele verdanken ihm einen großen Gewinn an Lebensqualität, doch dazu müssen Ärzte und Patienten gut und verantwortlich zusammenarbeiten - Kortison: Ein Medikament, das seit Jahrzehnten im Einsatz ist, bewegt immer noch die Gemüter ...
                                              zum Bericht im Bayrischen Rundfunk

  • Medizinische Studien - Scheinforscher
    • Es ist schon erstaunlich: Da gibt es gut wirkende Medikamente, und trotzdem kann sich ein neues Präparat, das zwar nicht besser wirkt aber erheblich teurer ist, auf dem Markt durchsetzen und gewaltige Umsätze machen. Mit Steigerungen von über 20 Prozent im Jahr. Wie kann den Pharmaunternehmen ein solcher Marketingcoup gelingen? Odysso ist dieser Frage nachgegangen, denn schließlich sind die Beitragszahler diejenigen, welche die etwa 26 Milliarden Euro aufbringen, für die allein bei uns pro Jahr Medikamente verkauft werden. Und die Kosten explodieren weiter. Es fällt ein schwerer Verdacht auf die Industrie. Viele Ärzte empfangen außerhalb der Sprechzeiten Pharmareferenten. Diese Vertreter informieren den Arzt über die Medikamente ihrer Pharmafirmen, bringen jede Menge Werbematerial mit und manchmal - manchmal machen sie dem Arzt auch ein verlockendes Angebot ...
                                              zum Bericht vom SWR

  • Test auf Antikörper gegen Interferon bei MS gefordert
    • Um die Wirksamkeit immunmodulierender Medikamente in der Multiple-Sklerose (MS)-Therapie sicherzustellen, müßten standardisierte Testsysteme bereitgestellt werden, haben Neurologen gefordert. Hintergrund ist die Bildung neutralisierender Antikörper bei einem Teil der MS-Patienten unter Interferon-Therapie. In allen MS-Studien mit Beta-Interferonen hätten Patienten in unterschiedlichem Ausmaß neutralisierende Antikörper (NAb) gebildet...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Wirkungsweise von Interferonen bei MS aufgeklärt
    • Eine Gruppe von Forschern aus Freiburg, Göttingen, München, Hamburg, Zürich und Langen konnte im Tiermodell erstmalig nachweisen, wie Interferone, insbesondere Interferon-beta, den Verlauf von Multiple Sklerose beeinflussen und was die molekularen Mechanismen dafür sind. Wissenschaftler unter der Leitung von Professor Dr. Marco Prinz, Direktor der Neuropathologie des Universitätsklinikums Freiburg und von Dr. Ulrich Kalinke, Leiter der Abteilung Immunologie am Paul-Ehrlich Institut Langen, sind federführend an diesem Forschungsprojekt beteiligt. Mehr als 50 Jahre nach der Entdeckung der Interferone ist es den Forschern gelungen, die Wirkungsweise dieser Botenstoffe im Zusammenhang mit entzündlichen Erkrankungen des zentralen Nervensystems aufzuklären ...
                                              zum Bericht vom Informationsdienst Wissenschaft

  • Vitamin D macht das Immunsystem scharf
    • Nur bei ausreichender Versorgung mit dem Sonnenvitamin werden die T-Zellen der Körperabwehr aktiv. Vitamin D ist für das Immunsystem überraschenderweise absolut unverzichtbar: Nur wenn es in ausreichender Menge vorhanden ist, werden die Killer-Zellen der Körperabwehr mobilisiert, so dass sie eindringende Viren oder Bakterien bekämpfen können. Zu dieser Erkenntnis kommt ein dänisches Forscherteam nach einer Untersuchung von Blutproben, die fünf Dialyse-Patienten gespendet hatten. Zwar sei bereits bekannt gewesen, dass Vitamin D das Immunsystem beeinflussen kann. Wie grundlegend seine Funktion jedoch ist, sei bislang übersehen worden, berichten Carsten Geisler von der Universität Kopenhagen und seine Kollegen. Vitamin D wird vor allem in der Haut gebildet, wenn sie mit den UV-Strahlen des Sonnenlichts in Kontakt kommt, ist jedoch auch in verschiedenen Nahrungsmitteln wie Fischöl oder Eiern enthalten. Am bekanntesten ist es wegen seiner Funktion im Kalzium-Stoffwechsel des Körpers sowie beim Knochenaufbau. Daneben wurde es auch schon mit Autoimmunkrankheiten wie Multipler Sklerose und Infektionen, beispielsweise der Tuberkulose, in Verbindung gebracht. Erst jetzt konnten Geisler und sein Team jedoch zeigen, wie dieser Einfluss auf das Immunsystem vermutlich zustande kommt ...
                                              zum Bericht in Bild der Wissenschaft

  • Das könnte wirken
    • Neue Medikamente gegen die Multiple Sklerose lassen die Patienten hoffen. Gute Aussichten versprach das New England Journal of Medicine vergangene Woche den Multiple-Sklerose-Kranken. Ihnen öffne sich »ein neuer Horizont«. Das Fachblatt hatte gleich drei große Studien veröffentlicht, in denen zwei neue Medikamente an Tausenden Patienten getestet worden waren – und die Resultate geben tatsächlich Anlass zu Optimismus. Beide neuen Wirkstoffe erwiesen sich als überaus effektiv. Allerdings wurden sie bisher nur im Anfangsstadium des Nervenleidens getestet. Die beiden neuen Wirkstoffe, Fingolimod von Novartis und Cladribine (eigentlich ein Leukämie-Medikament) von Merck Serono, konnten die Schubhäufigkeit bei den Patienten um mehr als die Hälfte reduzieren. Getestet wurde dabei gegen ein Scheinmedikament. Das Novartis-Präparat erwies sich auch im Vergleich mit der Standardbehandlung durch Interferon-beta als erheblich wirkungsvoller. Fingolimod verhindert, dass Immunzellen aus den Lymphknoten in die Gefäße einwandern und so ins Zentralnervensystem gelangen. Cladribine hingegen verschiebt die Balance zwischen entzündungfördernden und -hemmenden Immunzellen, um die schädlichen Attacken gegen die Nervenhüllen zu stoppen ...
                                              zum Bericht in der ZEIT

  • Angehörige fühlen sich allein gelassen
    • Es ging um die letzten Stunden ihrer Mutter. Melanie Langenmayr ließ sich nicht entmutigen. Einen engen Angehörigen beim Sterbeprozess zu begleiten, ist eine Herausforderung, der sich längst nicht alle Menschen stellen mögen. Und noch größer ist diese Herausforderung, wenn die Sterbenden leiden, sich ihre Bedürfnisse nicht erfüllen lassen. Diese schmerzliche Erfahrung hat die Bookholzbergerin Melanie Langenmayr am Neujahrstag machen müssen. Ihre 55 Jahre alte Mutter, die vor über zwei Jahrzehnten an Multipler Sklerose erkrankt war, lag im Sterben. Und der Ärztliche Notdienst war nicht in der Lage zu helfen. „Sie wusste, dass sie gehen würde, doch Angst lag in der Luft. Angst zu ersticken. Wir, die Familie, waren da, taten alles, damit sie friedlich gehen konnte. Krankenhaus kam nicht in Frage. Das hatten wir ihr versprochen“, schildert Melanie Langenmayr die Situation. Was sie dann erlebte, hat ihren Glauben an das positive Wirken der Ärzte erschüttert: Der Notarzt kam zwei Stunden nach dem Anruf und teilte lediglich mit, er könne keinen Sauerstoff verschreiben. Das sei Sache des Hausarztes. Der wiederum war zwar per Handy auch am Feiertag erreichbar, sagte allerdings, dass die Krankenkasse die Verschreibung zunächst genehmigen müsse, ehe der Sauerstoff über ein Sanitätshaus beschafft werden könne. Damit war es mit der ärztlichen Hilfe getan ...
                                              zum Bericht in NWZ online

  • Bock und Gärtner
    • Das System der Arzneimittelstudien gerät zunehmend unter Beschuss. Die Pharmaindustrie bekommt ihre Produkte großzügig patentiert und kann – vor allem in Deutschland – Phantasiepreise dafür verlangen. Gerechtfertigt wird dies damit, dass der Entwicklungsaufwand für Medikamente hoch wäre. Und den Löwenanteil dieses Entwicklungsaufwands, so die Pharmalobby, würden die aufwändigen und teuren Studien ausmachen. Die jüngst ans Licht drängenden Ergebnisse zur Qualität solcher Studien lassen die Frage jedoch immer lauter werden, ob es wirklich sinnvoll ist, diese Forschung nicht von unabhängigen Instituten durchführen zu lassen - was den Steuerzahler und Krankenversicherten, der in solch einem System die Monopolrenditen nicht mitfinanzieren müsste, möglicherweise auch deutlich billiger käme ...
                                              zum Bericht von Telepolis

  • Liste der PML-Erkrankungen unter Tysabri
    • Nach der Wiederzulassung von Tysabri® (Natalizumab) kam es zu den erwartet/ befürchteten* PML-Erkrankungen. Ich habe eine Tabelle mit den wichtigsten verfügbaren Daten angelegt. Die Liste wird laufend aktualisiert. Wichtig: Seit Juli 2009 veröffentlicht Biogen weitere PML-Fälle nicht mehr einzeln. Sie sollen nur noch ominösen Fachkreisen zugänglich gemacht werden ...
                                              zum Bericht in Chefarztfraulicher: Beobachter

  • Hippotherapie - Reiten für die Gesundheit
    • Reiten ist mehr als nur Sport und Hobby. In den vergangenen Jahren wurde auch der gesundheitliche und pädagogische Wert des therapeutischen Reitens immer mehr anerkannt. Die Krankengymnastik auf dem Rücken der Pferde wird von Fachleuten als Hippotherapie bezeichnet. Hierbei überträgt sich die schaukelnde Schrittbewegung der Vierbeiner auf Becken und Rumpf des Reiters. Der Patient muss auf die ihm angebotenen Bewegungsimpulse im Rahmen seiner motorischen Fähigkeiten reagieren. Das stärkt die Muskelkraft, fördert die Koordination und schult das Gleichgewicht ...
                                              zum Bericht in NDR online

  • MS - nicht immer liegt's am Immunsystem
    • Bei einem Viertel der MS-Patienten sind Autoimmunreaktionen offenbar gar nicht der primäre Grund für die Entmarkung. Dies könnte erklären, weshalb ein Teil der Patienten auf MS-Therapeutika nicht gut anspricht. Multiple Sklerose verläuft bekanntlich sehr heterogen. Sowohl der klinische Verlauf, als auch die Befunde in der Bildgebung können bei den einzelnen Patienten sehr unterschiedlich sein. Große Differenzen gibt es auch beim Ansprechen auf einzelne Arzneien. Möglicherweise steckt hinter den einzelnen MS-Formen jeweils eine andere Pathogenese. Darauf hat Professor Wolfgang Brück vom Institut für Multiple-Sklerose-Forschung der Uni Göttingen hingewiesen. Aufgrund der Analyse von Gewebe aus MS-Läsionen lassen sich vier Subtypen der Demyelinisierung histopathologisch gut unterscheiden ...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Sexualität Behinderter nach wie vor Tabuthema
    • Die Sexualität körperlich und geistig behinderter Menschen gilt nach der Meinung von Experten immer noch zu Unrecht als Tabuthema. Behinderte Menschen werden immer wieder als eine Art sexuelles Neutrum gesehen. In vielen Einrichtungen wird es den Bewohnerinnen und Bewohnern unmöglich gemacht, ihre Sexualität auszuleben. Viele schauen bereits seltsam, wenn sich Rollstuhlfahrer in der Öffentlichkeit küssen...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung


  • Experte räumt mit Vorurteilen rund um die Opioid-Therapie auf
    • Viele Mythen rund um die Opioid-Therapie verhindern in Deutschland nach wie vor deren angemessenen Einsatz, wie Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie erneut beklagt haben. Denn prinzipiell dürften Opioide bei allen Schmerzzuständen verordnet werden. Dies sei vorteilhaft besonders im Vergleich zu nichtsteroidalen Antirheumatika. Es sei zum Beispiel besser, bei Schmerzpatienten das körpereigene schmerzlindernde Endorphinsystem medikamentös zu unterstützen, als einzelne Schmerzmechanismen zu hemmen...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Ursache für MS - Falsche Hoffnung für MS-Patienten?
    • Sollte die Theorie wahr sein, wäre sie eine Sensation: Forscher wollen entdeckt haben, wie das Nervenleiden Multiple Sklerose entsteht. Doch die Studie ist mangelhaft. Unter denen, die es unmittelbar angeht, ist die Aufregung groß. "Für mich persönlich ist das das bei Weitem überzeugendste Konzept zur Krankheitsentstehung, von dem ich gehört habe, seit ich vor über 16 Jahren an Multipler Sklerose erkrankte", schreibt "Nick" in einem Internetforum. Die Theorie, über die er so positiv urteilt, heißt unter Insidern kurz CCSVI. Das steht für "Chronic Cerebrospinal Venous Insufficiency" und soll nicht weniger bieten als eine Erklärung dafür, warum Menschen an Multipler Sklerose (MS) erkranken – und einen neuen Ansatz zur Behandlung des bisher unheilbaren Nervenleidens liefern. MS ist die häufigste chronische neurologische Erkrankung der unter 50-Jährigen, sie führt typischerweise zu Empfindungsstörungen, Schwächegefühlen und Lähmungen. Ursache sind der CCSVI-Hypothese zufolge Verengungen in den Venen, die Blut aus dem Kopf in Richtung Herz transportieren. Die Verengungen führen demnach zu Stau und Rückfluss des Blutes. Die Folge: Das Blut tritt aus den dünnen Venenwänden aus und in ihrer Umgebung lagert sich Eisen ab. So soll es im Gehirn zu den gefürchteten Entzündungen kommen, durch die die schützende Myelinschicht der Nervenbahnen angegriffen wird ...
                                              zum Bericht in der ZEIT

  • Studie der Uni Witten/Herdecke: Wenn Kinder ihre Eltern pflegen
    • "Kinder und Jugendliche als pflegende Angehörige" lautet der Titel einer Studie, an der das Institut für Pflegewissenschaft an der Uni Witten/Herdecke mehrere Jahre arbeitete. Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet sind in Deutschland eine Premiere. Wenn Lisa* aus der Schule nach Hause kommt, stellt sie sich immer die gleiche Frage: „Wie geht es Mama?” Und dann, erzählt sie, „höre ich schon am Klang ihrer Stimme, wie sie drauf ist.” Danach richtet sich dann der restliche Tag der Zehnjährigen. Denn wenn ihre Mutter traurig ist, sagt Lisa gleich das geplante Treffen mit ihrer Freundin ab. Und wenn ihre Mutter, die an Multipler Sklerose erkrankt ist, an diesem Tag wieder Probleme mit der Feinmotorik hat, dann übernimmt Lisa auch die Essenszubereitung. „Damit Mama sich nicht schneidet.” Und natürlich hilft Lisa ihrer Mutter auch beim Katheterisieren, wenn diese es nicht alleine schafft. Nur um das Putzen der Wohnung muss sich die Zehnjährige keine Gedanken machen. Dafür ist Uwe zuständig, ihr 15-jähriger Bruder ...
                                              zum Bericht in DerWesten

  • Missverständnisse und fortbestehende Vorurteile bei MS
    • Nach einer neuen, gesamteuropäischen Umfrage, werden Menschen mit Multipler Sklerose weiterhin von einem großen Teil der Gesellschaft abgelehnt. Aufgrund der Ergebnisse dieser Umfrage, der bis heute größten Umfrage zu MS* in der breiten Öffentlichkeit, fordern führende Experten ein größeres Bewusstsein und besseres Verständnis für diese Erkrankung. Bei mehr als 5,000 Befragten zeigte sich, dass, obwohl die meisten gerne mit jemandem mit MS befreundet wären, beinahe einer von drei Befragten1 eine enge Beziehung oder Heirat mit einem von diesem Leiden Betroffenen ablehnen würde, wobei dieses Verhalten bei Männern noch stärker ausgeprägt war als bei Frauen...
                                              zum Bericht in journalMed

  • Pharmasponsoring von Selbsthilfegruppen
    • Dass Pharmavertreter Ärzte zu Kongressen einladen, ihnen noble Hotels und Abendessen bezahlen damit diese ihre Medikamente an den Patienten bringen, ist bekannt. Dass die Pharmaindustrie seit einiger Zeit gezielt Selbsthilfegruppen sponsert, und damit direkt Patienten beeinflusst, ist eine weniger bekannte Tatsache. Zahlen aus den USA zeigen, dass jeder Dollar, der für Werbung direkt beim Patienten investiert wird, den Firmen einen zusätzlichen Umsatz von über vier Dollar beschert. Damit ist der Effekt drei Mal so hoch wie beim Arzt. Gesundheitsökonom Gerd Glaeske hat im Auftrag der Krankenkassen eine Untersuchung über die Strategie des Pharmasponsorings angestellt. Sind die Selbsthilfeverbände nur Schachfiguren auf dem Spielbrett einflussreicher Pharmariesen? ...
                                              zum Bericht vom SWR

  • Hanf-Therapie: Cannabis hilft Patienten mit Multipler Sklerose
    • Cannabis ist noch immer als schädliche Droge verschrien. Doch Extrakte aus der Hanf-Pflanze können auch heilsam wirken: Bei Patienten mit Multipler Sklerose etwa kann Cannabis Spastiken lindern, wie eine Auswertung bisheriger Studien jetzt ergab. Lange Zeit war Cannabis als Medizin tabu. Erst nach und nach führte die Wissenschaft das Rauschmittel aus seinem Schattendasein als schädliche Droge heraus. Im Laufe der Jahre hat die Zahl der Studien zugenommen, die Cannabis eine positive Wirkung bei der Heilung von Krankheiten zusprechen. Cannabis bekämpft zum Beispiel die Übelkeit bei Krebspatienten und Appetitlosigkeit bei Aidskranken. Die Droge kann auch Patienten mit chronischen Schmerzen helfen. Erst vor kurzem lockerten die USA entsprechende Gesetze und erkannten Cannabis offiziell als Medizin an. Einigen Forschern aber hält die Droge offenbar nicht schnell genug Einzug in die Medizin. Wissenschaftler um Skaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles haben sich der Wirkung von Cannabis in Bezug auf die Nervenkrankheit Multiple Sklerose (MS) erneut angenommen und bestätigen: Ein Cannabis-Extrakt kann bei MS-Patienten Spastiken lindern und so ihre Bewegungsfähigkeit verbessern ...
                                              zum Bericht in Spiegel online

  • Krankenhäuser sind verschieden - Wege zur Wunschklinik
    • Freiwillig ins Krankenhaus legt sich niemand gern. Doch wer sich für einen planbaren Eingriff oder eine entsprechende Behandlung dort hin begeben muss - nur jeder zweite Klinik-Aufenthalt ist ein Notfall - der sollte genau hinsehen, wo er eincheckt. "Viele Patienten wissen gar nicht, dass es die freie Krankenhauswahl gibt. Sie glauben, was der Arzt sagt, muss gemacht werden", sagt Gregor Bornes, Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft der PatientInnenstellen in Köln. Der jüngste Bestechungsskandal zwischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten habe diesen Punkt wieder mal ins Gedächtnis gerufen, sagt Bornes. Dabei ist es nicht egal, wo man unterkommt. Oder möchte man an ein Krankenhaus geraten, wo sich der frühere Chefarzt gerade vor Gericht für skandalöse Hygieneverhältnisse, falsche Medikamente, unnötige Operationen und falsche Behandlungen rechtfertigen muss? Bornes und seine Kölner Kollegen führen jährlich 3800 Beratungen durch, telefonisch und vor Ort. Darunter sind viele Anfragen nach der passenden Klinik. Kommt der Patient mit einer eindeutigen Diagnose, schaut Bornes zunächst in die gängigen Internet-Suchmaschinen. Die Portale stützen sich allesamt auf die Qualitätsberichte, die jede Klinik alle zwei Jahre veröffentlichen muss ...
                                              zum Bericht in Frankfurter Rundschau online

  • Erkrankte Väter vererben MS häufiger als Mütter
    • Ursache ist wahrscheinlich höhere Anzahl betroffener Gene bei kranken Männern. Männer mit Multipler Sklerose (MS) geben die Krankheit mehr als doppelt so häufig an ihre Kinder weiter wie betroffene Frauen. Das zeigt eine Studie amerikanischer Forscher mit 444 erkrankten Kindern aus Familien, in denen ein Elternteil ebenfalls unter der Krankheit litt. Warum die betroffenen Väter mehr kranke Kinder haben als erkrankte Mütter, können die Wissenschaftler noch nicht sagen. Sie vermuten jedoch, dass bei Männern mehr Gene für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich sind als bei Frauen und die Wahrscheinlichkeit daher größer ist, eines dieser Gene an die Kinder weiterzugeben...
                                              zum Bericht in wissenschaft.de

  • CCSVI: Chronische Gehirn-Kreislauf-Insuffizienz als neues MS-Modell?
    • Was sich zunächst unglaublich anhört, könnte bald "eine ganz dicke Ueberaschung in Sachen MS" werden. Vereinfacht ausgedrückt: Ein Team um Prof. Paolo Zamboni hat bereits 2006 herausgefunden, dass bei (manchen/allen?) MS-Patienten der venöse Abfluss von Blut aus dem Gehirn ins Herz gestört ist. Prof. Zamboni ist nun der Auffassung, dass eine CCSVI die Schwere und Progression der MS erhöht, weil das venöse System seine Aufgabe, Giftstoffe aus dem zerebralen Bereich abzutransportieren, unzureichend erfüllt. Ist CCSVI das nächste große Puzzlestück im MS-Verständnis und dadurch der Schrecken deren, die mit bemühter Immunmodulation bisher einen Haufen Geld verdienen? Oder halbgarer Schabernack eines fachfremden Mediziners, der doch von neurologischen und Autoimmun-Krankheiten keine Ahnung hat? Es findet sich eine Vielzahl von englischsprachigen Quellen: Aufsätze, Forenbeiträge und sogar Therapien, die wir hier als Überblick und zur geschätzten Diskussion bereit stellen. Im deutschen Sprachraum ist das Interesse bisher noch nicht sehr groß. ...
                                              zum Bericht in MS-Reporter

  • Wie aggressive Zellen ins Hirn eindringen
    • Live-Beobachtungen liefern neue Erkenntnisse über Multiple Sklerose. Bei Krankheiten wie der Multiplen Sklerose dringen Zellen des Immunsystems in das Hirngewebe ein, wo sie großen Schaden anrichten. Lange Zeit war es ein Rätsel, wie diese Zellen den Blutstrom verlassen können, denn Blut- und Nervensystem sind normalerweise durch Blutgefäßwände voneinander getrennt. Dass die Immunzellen dennoch zu den Nervenzellen vordringen können, war bisher nur durch Gewebeschnitte belegt. Nun konnte ein Team aus Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried und des Anatomischen Instituts, Lehrstuhl II, der Universität Erlangen-Nürnberg die Bewegungen dieser Zellen erstmals live unter dem Mikroskop beobachten. Dabei kamen ganz neue Verhaltensweisen der Immunzellen ans Licht. Die Erkenntnisse tragen entscheidend zu unserem Verständnis der komplexen Krankheit bei ...
                                              zur Pressemitteilung der Universität Erlangen

  • Tabletten - Marihuana als Medikament
    • In den USA stehen auf den Besitz von Drogen, auch den sogenannten weichen Drogen wie Marihuana, hohe Strafen. Doch jetzt haben Ärzte die Wirksamkeit der Hanfpflanze für die Medizin entdeckt. Das darin enthaltene THC hilft Patienten mit Multipler Sklerose. Erstaunliche Neuigkeiten aus Kalifornien: Obwohl gerade in den USA der Konsum von Drogen sehr aggressiv verurteilt wird (was Bill Clinton zu seiner lächerlichen Aussage „Ich habe nicht inhaliert“ zwang), entwickelt sich Cannabis in Kalifornien zunehmend zu einem akzeptierten Medikament. Schon seit über zehn Jahren ist Marihuana (das Kraut der Cannabispflanze) ein verschreibungsfähiges Medikament – aber immer häufiger wird es tatsächlich auch durch Ärzte verschrieben. Cannabis, die Hanfpflanze, enthält THC, Tetrahydrocannabinol, und dieser Stoff wirkt vor allem gegen Spastik, also Verkrampfungen, wie sie häufig etwa bei Patienten mit Multipler Sklerose vorkommen. Aber auch eine positive Wirkung gegen Übelkeit und Erbrechen und damit Appetitlosigkeit wird berichtet ...
                                              zum Bericht im Ksta.de

  • MS: Wie Immunzellen ins Gehirn eindringen
    • Das Immunsystem verfügt über ein hochspezialisiertes Arsenal an Waffen, um uns vor Krankheitserregern zu schützen. Um so schlimmer, wenn es sich gegen den eigenen Körper richtet. Genau das geschieht aber bei Multipler Sklerose. Immunzellen schlüpfen aus den Blutgefäßen ins Nervengewebe des Gehirns und überwinden damit die als sehr sicher geltende Blut-Hirn-Schranke. Forscher des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried konnten das nun erstmals live unter dem Mikroskop beobachten. Dabei kamen ganz neue Verhaltensweisen der Immunzellen ans Licht, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt Nature. Trotz intensiven Forschungsanstrengungen ist Multiple Sklerose oder MS nach wie vor eine unheilbare und gefürchtete Krankheit. Ärzte stehen bei MS vor einer großen Herausforderung, weil die vielfältigen und diffusen Symptome eine schnelle Diagnose erschweren. Die Wissenschaft weiß zwar mittlerweile, dass das eigene Immunsystem verrückt spielt. Doch ein genauer Blick auf die dabei ablaufenden Mechanismen gelang bisher noch nicht. Für die Patienten bedeutet die Diagnose MS den Beginn einer ungewissen Zeit. Bei vielen Erkrankten bilden sich die Anzeichen wieder vollständig zurück, andere haben schon nach wenigen Jahren unter erheblichen Einschränkungen zu leiden. Diese können so stark werden, dass der Patient stirbt ...
                                              zum Bericht in biotechnologie.de

  • Weltweiter Umsatz mit MS-Medikamenten - plus 240% von 2002 bis 2007
    • - die Zahl der diagnostizierten Patienten steigt
      - Währungseffekte durch schwachen Dollar-Kurs
      - drastische Preiserhöhungen in den USA
      - immer teurere Therapien: Tysabri liegt vorne mit ca. 20000 $ pro Jahr


      Jedes neue MS-Medikament kann bei guter Wirksam- und Verträglichkeit mit bis zu 2 Mrd. $ im Jahr rechnen. Diese Blockbuster-Eigenschaften macht jedes neue MS-Medikament zu einer spannenden Sache für Finanz-Leute, weshalb die Nachrichtendichte regelmäßig in der Berichtssaison der Unternehmen zunimmt ...

                                              quelle: MS-Reporter (... FTD)

  • Multiple Sklerose - Berührung verbessert Motorik
    • Vor der Bewegung ein Gelenk zu berühren wirkt wie eine Signal an das Gehirn und kann Menschen mit neurologischen Erkrankungen das Leben erleichtern. Menschen mit multipler Sklerose fällt es sehr schwer zu greifen und Gegenstände anzuheben. Als Folge ermüden sie sehr schnell. Sowohl die Kraftanstrengung als auch die Reaktionszeit lassen sich US- Forschern zufolge jedoch vermindern, indem die Patienten vor der Aktion mit der anderen Hand das Gelenk der ausführenden Hand berühren. Die Berührung wirke vermutlich stimulierend und unterstütze den optischen Reiz, schließen Alexander Aruin von der University of Illinois in Chicago und sein Team. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin „Neurorehabilitation and Neural Repair“. Die Wissenschaftler verglichen Testpersonen, die an multipler Sklerose litten, mit gesunden Menschen gleichen Geschlechts und ähnlichen Alters. Auf Anweisung der Forscher mussten die Freiwilligen Gegenstände greifen, anheben und an einem anderen Ort wieder ablegen. In einem weiteren Experiment sollten sie die Gegenstände an den Mund führen, um einen Trinkvorgang zu simulieren. Das Ergebnis: Die MS-Patienten brauchten für alle Vorgänge signifikant länger und mussten deutlich mehr Kraft aufwenden als die gesunden Probanden ...
                                              zum Bericht in Focus online

  • Heimtraining für MS-Patienten
    • Individuelles Ausdauer- und Kräftigungsprogramm für Menschen mit Multiple Sklerose über das Internet geplant. Patienten mit Multipler Sklerose (MS) haben gute Aussichten, sich woh­ler zu fühlen, wenn sie sich sportlich betätigen. Zu diesem ermutigenden Ergebnis kam eine zweijährige Studie am Institut für Sportwissenschaft und Sport der Universität Erlangen-Nürnberg und der Neurologischen Klinik des Erlanger Uni-Klinikums. Auch die Reaktion des Immunsystems auf körperliche Belastung hat sich als interessant erwiesen. Bei der kürzlich abgeschlossenen ersten Erlanger Studie zu Multipler Sklerose, körperlicher Aktivität und Training (MuSkAT) zeigte sich, dass das Thema für MS-Patienten offensichtlich einen sehr hohen Stellenwert besitzt. Über 650 MS-Betroffene hatten teilgenommen und unter anderem angegeben, inwieweit sie sportlich aktiv sind. Die vorliegenden Ergebnisse sind vielversprechend: Zwischen häufiger Bewegung auf der einen und psychischer Gesundheit sowie Lebensqualität auf der anderen Seite konnten positive Zusammenhänge aufgezeigt werden. Immunologische Untersuchungen befassten sich mit den Reaktionen des körpereigenen Abwehrsystems auf körperliche Belastung ...
                                              zum Bericht in derStandard

  • Grüner Tee gegen Multiple Sklerose
    • Grüner Tee könnte eine neue Therapieoption für Patienten mit Multipler Sklerose liefern. Ein Inhaltsstoff bremst offensichtlich den chronischen Entzündungsprozess im zentralen Nervensystem, der für die Erkrankung typisch ist. Verantwortlich für die erhofften positiven Effekte des grünen Tees ist die Substanz Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG), ein Naturstoff aus der Gruppe der so genannten Flavanoide. Er ist in geringerer Menge auch in schwarzem Tee enthalten. EGCG kann offensichtlich sowohl ein fehlgeleitetes Immunsystem drosseln als auch die Nervenzellen vor schädlichen Einflüssen des Immunsystems schützen. Das fanden Wissenschaftler um Professor Frauke Zipp vom Institut für Neuroimmunologie der Charité in Berlin jetzt heraus. Sie überprüften die Wirksamkeit der Substanz im Tierversuch und in Kulturen von menschlichen Immun- und Nervenzellen. "Wir haben mit EGCG erstmals eine Substanz gefunden, die oral verabreicht über unabhängige immunmodulatorische und nervenzellschützende Eigenschaften verfügt" ...
                                              zum Bericht in gesundheitsforschung-bmbf

  • Trigeminusneuralgie - Kauen löst den Schmerz aus
    • Bei der Trigeminusneuralgie durchzucken Schmerzblitze das Gesicht. Der Schmerz kommt unvermittelt und häufig beim Essen. Die Kaubewegung löst stechende Schmerzen auf einer Gesichtseite aus, die sich zehn-, manchmal auch 20-mal wiederholen. Dann ist wieder Ruhe – für einige Stunden oder auch Tage. Trigeminusneuralgie nennen Mediziner das Phänomen, gegen das gängige Schmerzmittel machtlos sind. Der Schmerz nimmt seinen Weg entlang des Trigeminusnervs, der sich vom Gehirn ausgehend in drei Äste teilt. Sie führen zur Augenregion sowie zum Unter- und zum Oberkiefer. Die Ursache der Erkrankung liegt in einem Kontakt zwischen einem Blutgefäß im Kopf und dem Trigeminusnerv. Die pulsierende Bewegung des Gefäßes durch den Blutstrom löst im Nerv einen heftigen Schmerzreiz aus. „Ganz typisch ist, dass die Schmerzen durch das Kauen beim Essen getriggert werden“, erklärt Charly Gaul von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie einen häufigen Auslöser der heftigen Schmerzattacken. Besonders oft sind ältere Menschen betroffen, aber auch bei ansonsten gesunden jungen Menschen tritt die Erkrankung auf. Entzündungsherde, wie sie durch Multiple Sklerose (MS) entstehen, sind hier oft die Ursache ...
                                              zum Bericht in Focus online

  • Den trägen Darm in Schwung bringen
    • Der menschliche Darm muss einiges leisten. Rund 30 Tonnen Nahrung und 50.000 Liter Flüssigkeit verarbeitet der acht Meter lange Verdauungsapparat im Laufe eines Lebens. Obstipation ist kein Problem der heutigen Zeit, schon im Mittelalter und auch im alten Ägypten finden sich bereits entsprechende Beschreibungen der Verdauungsstörung. Seit den 1930er-Jahren änderte sich die Ernährung in den Industriestaaten. Der Verzehr von komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen ging zurück, während der von Fetten, Eiweiß und raffinierten Kohlenhydraten zunahm. Diese Änderung der Ernährungsgewohnheiten ist einer der Gründe, warum Obstipation heute so häufig auftritt. Circa 30 bis 60 Prozent der Erwachsenen leiden darunter. Dabei sind Frauen doppelt so häufig betroffen wie Männer, vor allem in der Altersgruppe der Über-40-Jährigen. Das ist nicht verwunderlich: Die tägliche Zufuhr der für die Darmtätigkeit wichtigen Ballaststoffe liegt laut Ernährungsbericht 2004 nur bei durchschnittlich 23 g. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) müsste die Ballaststoffaufnahme in Deutschland deshalb deutlich verbessert werden. Der Nationalen Verzehrsstudie II zufolge erreichen 68 Prozent der Männer und 75 Prozent der Frauen die empfohlene Menge von 30 g am Tag nicht ...
                                              zum Bericht in Pharmazeutische Zeitung

  • Hoffnung auf "maßgeschneiderte" MS-Therapie mit Mitoxantron
    • Genetische Informationen ermöglichen individuelles Therapieschema Ergebnisse von Bochumer Neurologen münden in BMBF-geförderte Studie. Bis zu 10% der deutschen MS-Patienten wurden laut Daten des nationalen MS-Registers der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft in den letzten Jahren mit Mitoxantron behandelt. Mitoxantron, das in mehreren Studien sehr effizient die Erkrankungsaktivität unterdrückte, wird dabei als so genannte Eskalationstherapie bei Versagen anderer Therapeutika bzw. bei besonders schweren Verläufen eingesetzt. Gegen die hohe therapeutische Effizienz der Substanz, die ursprünglich aus der Onkologie stammt, sind potentielle, teils dosisabhängige Nebenwirkungen am Herzen, in den Fortpflanzungsorganen, aber auch auf das Knochenmark abzuwägen. "Aus diesen Gründen ist die lebenslange Gesamtdosis des Mitoxantrons auf 140mg je m2 Körperoberfläche begrenzt", berichtet Prof. Gold. Bereits in früheren Untersuchungen war aufgefallen, dass verschiedene Immunzellen unterschiedlich auf Mitoxantron reagieren. Hieraus ergab sich die Hypothese, dass bestimmte Medikamententransporter - Proteine, die das Mitoxantron aus der Zelle hinaus schleusen - in unterschiedlichen Zellen, aber auch bei unterschiedlichen Patienten die Wirkeffekte individuell beeinflussen ...
                                              zum Bericht in Informationsdienst Wissenschaft

  • Cannabis - Rauschgift auf Rezept?
    • Der Wirkstoff ist gefährliche Einstiegsdroge und Medikament zugleich. Über den schwierigen Umgang mit Cannabis in der Medizin. Es beruhigt, wirkt entspannend und angstlösend: Haschisch und Marihuana. In Deutschland greifen rund 600.000 Menschen regelmäßig zum Joint – vor allem Jugendliche. Doch während für die meisten ein schnelles High das Ziel ist, kann Cannabis schwerkranken Patienten mit Krebs, Aids oder Multipler Sklerose ihr Leiden manchmal erträglicher machen, wenn keine Arznei mehr hilft. Bereits seit 5.000 Jahren findet die Droge Verwendung in der Medizin. Noch Anfang des vergangenen Jahrhunderts war Cannabis als Schmerzmittel weit verbreitet: Auch die britische Königin Victoria behandelte damit ihre Menstruationsbeschwerden. Seit 1998 dürfen in Deutschland Ärzte den isolierten Cannabis-Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) als Dronabinol mit einem speziellen Betäubungsmittelrezept verordnen. Das Medikament wird aus Faserhanf gewonnen und ist eine Rezepturarznei: Der Apotheker stellt aus dem harzartigen Stoff die vom Arzt verschriebene Darreichungsform her, zum Beispiel Tropfen oder Kapseln. Da Dronabinol in Deutschland nicht als Medikament zugelassen ist, muss der Patient selber für die Kosten aufkommen ...
                                              zum Bericht in Apotheken Umschau

  • Herz-Arzneien wirken offenbar auch gegen Multiple Sklerose
    • Was das Herz schützt und den Blutdruck senkt, hilft möglicherweise auch gegen Multiple Sklerose (MS). Nach Daten von Tierversuchen dämpfen Hemmstoffe des Renin-Angiotensin-Systems auch Entzündungen im Gehirn. In einem Tiermodell, das viele MS-Aspekte beim Menschen repräsentiert, konnte der Krankheitsverlauf mit den Wirkstoffen Aliskiren, Enalapril und Losartan eindeutig gelindert werden. Darüber berichtet eine Arbeitsgruppe um Dr. Ralf Linker und Professor Ralf Gold von der Neurologischen Klinik St. Josef-Hospital der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift PNAS. "Wir verstehen nun auf molekularer Ebene, wie eine Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems im MS-Modell zu einer Abmilderung des Krankheitsverlaufes und einer Dämpfung der Entzündungsvorgänge im zentralen Nervensystem führt", so Linker in einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Vor allem habe man eine Wirkung der getesteten Arzneien auf Makrophagen gefunden, die auch in den Entzündungsherden bei MS auftreten. In einer gleichzeitig veröffentlichten Studie hat eine Gruppe um Professor Lawrence Steinman von der Stanford Universität in Kalifornien ähnliche Effekte auf regulatorische Immunzellen beobachtet ...
                                              zum Bericht in der Ärztezeitung

  • Multiple Sklerose: Stillen beugt Schüben vor
    • Während sich eine Schwangerschaft günstig auf den Verlauf einer multiplen Sklerose auswirkt, kommt es in der postpartalen Phase häufig zu einem Erkrankungsschub. Während der Schwangerschaft müssen MS-Patientinnen die immunmodulierenden Medikamente absetzen, die das Fortschreiten der Erkrankung abschwächen sollen. Dies stellt für die meisten Patientinnen keinen Nachteil dar, da Schübe während der Schwangerschaft ohnehin selten sind. Nach der Geburt stehen die Patientinnen dann aber der Alternative, ihr Kind zu stillen oder die medikamentöse Therapie wieder aufzunehmen, denn die Wirkstoffe sind auch in der Stillphase kontraindiziert. Die meisten Patientinnen entscheiden sich für die Medikamente und gegen das Stillen ...
                                              zum Bericht im Ärzteblatt

  • MS: Diabetesmittel rettet Nervenzellen
    • Ein erst kürzlich zugelassenes Medikament gegen Diabetes erweist sich auch gegen Multiple Sklerose als schlagkräftig. Es bewahrte Nervenzellen vor dem Zerfall. Der Wirkstoff Pioglitazon kommt eigentlich zum Einsatz, wenn Ärzte versuchen, Diabetes Typ 2 in Schach zu halten. Doch er kann auch Multiple Sklerose stoppen, zeigte eine Studie von Forschern der Universität von Illinois. Dafür teilten sie Patienten mit schubartig verlaufender MS nach dem Zufallsprinzip und ohne ihr Wissen in zwei Gruppen. Die eine Gruppe bekam den Wirkstoff Pioglitazon, der auf dem Markt unter dem Namen Actos angeboten wird. Die andere erhielt ein Placebo. Alle Teilnehmer führten parallel dazu ihre ursprüngliche Therapie weiter. Zu Beginn dokumentierten die Forscher mittels MRI-Aufnahmen, wie weit die Läsionen in den Gehirnen der Probanden im individuellen Fall bereits fortgeschritten waren. Weitere Scans folgten im Abstand von fünf Monaten und einem Jahr. Darüber hinaus mussten die Teilnehmer alle zwei Monate neurologische Tests absolvieren und ihr Blut untersuchen lassen ...
                                              zum Bericht in Focus online

  • Multiple Sklerose: Rauchen begünstigt Hirnschäden
    • Wenn Menschen mit Multipler Sklerose rauchen, steigt das Risiko, dass die Krankheit Schäden im Gehirn anrichtet und das Denkorgan schrumpft. Zu diesem Schluss gelangen amerikanische Forscher der State University of New York in Buffalo. Es ist schon länger bekannt, dass Nikotin das Risiko, an Multipler Sklerose (MS) zu erkranken, erhöht. Die Auswirkungen des Rauchens bei bereits Erkrankten war bislang aber kaum untersucht worden. Über die Studie von Dr. Bianca Weinstock-Guttman und ihren Kollegen berichtet das Fachmagazin "Neurology". An der Untersuchung nahmen 368 MS-Patienten im Alter von durchschnittlich 44 Jahren teil. Alle litten bereits seit mehreren Jahren an der Nervenerkrankung. 96 von ihnen waren Raucher, 32 hatten in der Vergangenheit geraucht, die restlichen 240 noch nie. Mittels Magnetresonanz-Tomografie (MRT) untersuchten die Wissenschaftler das Gehirn der Patienten: Sie ermittelten die Größe der MS-bedingten Gehirnschäden und das Ausmaß der Gehirnschrumpfung, die durch die Krankheit und im Alter auftritt. Das Resultat: Die Raucher unter den MS-Patienten wiesen fast 17 Prozent mehr Gehirnschäden auf als die Nichtraucher. Zudem war das Gehirn bei ihnen stärker geschrumpft ...
                                              zum Bericht in Netdoktor

  • Neue Belege dafür, dass Viren MS verursachen
    • Neue Beobachtungen liefern weitere Hinweise auf eine virale Genese der Multiplen Sklerose. So haben Kinder mit MS häufig erhöhte Antikörpertiter für Epstein-Barr-Viren, und auch ihr Vitamin-D-Spiegel ist reduziert. Dass Viren an der MS-Entstehung beteiligt sind, dafür sprechen etwa oligoklonale IgG-Banden im Liquor. Denn Immunglobuline in der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit sind auch typisch für ZNS-Infektionen. Darauf hat Professor Brenda Banwell von der Universität Toronto in Kanada hingewiesen. Als einen möglichen Auslöser für eine MS konzentriert sich die Forschung derzeit auf das Epstein-Barr-Virus (EBV), so Banwell auf dem 1. Münchner Forum Multiple Sklerose bei Kindern und Jugendlichen. Da 90 Prozent aller Menschen mit EBV infiziert sind, wird der Zusammenhang aber nicht in der Infektion an sich, sondern vielmehr in einer individuell unterschiedlichen Immunantwort gesucht. So ruft das Virus nicht nur eine persistente Infektion von B-Lymphozyten hervor, die auch als Gedächtniszellen fungieren, sondern führt auch zu einer vermehrten Bildung von langlebigen zytotoxischen T-Zellen. Zudem ist bekannt, dass akute EBV-Infektionen Enzephalopathien, Optikusneuritis und akute disseminierte Enzephalomyelitis verursachen können ...
                                              zum Bericht in der Ärztezeitung

  • Den Ursachen von Multipler Sklerose auf der Spur
    • Einem internationalen Forscherteam ist es gelungen, Erkenntnisse über die Multiple Sklerose zu gewinnen, die eine Grundlage für die Entwicklung neuer Therapieansätze liefern könnten. Vieles spricht dafür, dass Multiple Sklerose durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst wird: Immunzellen, die den Körper vor Viren, Bakterien oder Tumoren schützen sollen, attackieren in diesem Fall körpereigenes Hirngewebe. Neue Therapien können die Immunreaktion mittlerweile dämpfen und das Fortschreiten der Erkrankung verzögern. Je wirksamer eine Therapie jedoch ist, desto schwerer sind auch ihre Nebenwirkungen. Zur Erforschung der Multiplen Sklerose (MS) haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie zusammen mit einem internationalen Team nun ein Mausmodell entwickelt. Die gezüchteten Mäuse bilden spontan ein Krankheitsbild aus, das der häufigsten menschlichen MS-Form in unseren Breiten täuschend ähnlich ist. Da sich auch beim Menschen die Krankheit spontan entwickelt, ist das neue Modell allen bisherigen Modellen nach Ansicht der Forscher überlegen ...
                                              zum Bericht in Laborpraxis

  • Forscher entwickeln Behandlung für Multiple Sklerose
    • Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift «Nature Medicine» veröffentlicht. Die Vorbereitungen für klinische Studien laufen. Forscher der Universität Konstanz und des Biotechnologie-Instituts Thurgau (BITg) haben eine neue Behandlungsmethode für Autoimmunkrankheiten entwickelt. Damit sollen Autoimmunkrankheiten wie rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose oder Morbus Crohn behandelt werden können. Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift «Nature Medicine» veröffentlicht, wie das Thurgauer Amt für Mittel- und Hochschulen am Montag mitteilte. Die Vorbereitungen für klinische Studien laufen. Bei Autoimmunkrankheiten ist das körpereigene Abwehrsystem hyperaktiv. Es reagiert nicht nur auf Krankheitserreger sondern greift auch körpereigene, gesunde Zellen an. Dadurch entstehen schwere Entzündungen. Bislang werden Autoimmunerkrankungen mit Medikamenten behandelt, die das gesamte Immunsystem blockieren und den Körper damit anfällig machen auf Infektionen. Mit der neuen Behandlungsmethode können die Forscher das Immunsystem gezielt und nur in Teilen drosseln ...
                                              zum Bericht in Basler Zeitung online

  • Krebsrisiko: Multiple Sklerose verhindert Tumore
    • Multiple Sklerose senkt offenbar das Risiko, an Krebs zu erkranken. Dies gilt allerdings nur für Tumorerkrankungen allgemein - einzelne Krebsarten nehmen durch die schwere Nervenerkrankung hingegen zu, berichtet ein Forscherteam des Karolinska Instituts in Stockholm. Die schwedischen Wissenschaftler veröffentlichten die statistischen Daten ihrer Studie in der aktuellen Ausgabe des angesehenen Fachmagazins "Neurology" (2009; 72: 1170-1177). Shahram Bahmanyar und Kollegen analysierten eine Datenbank mit Gesundheitsinformation von mehr als 20.000 Patienten mit Multipler Sklerose (MS) und 204.000 gesunden Vergleichspersonen. Sie verglichen das Auftreten von Krebserkrankungen über einen Zeitraum von durchschnittlich 35 Jahren, wobei die Forscher auch Geschlecht, Alter, Wohnort und den sozialen Status berücksichtigten ...
                                              zum Bericht in Netdoktor

  • Multiple Sklerose: Fampridin verbessert Gehfähigkeit
    • Fampridin, ein oral verfügbarer Kaliumkanalblocker, kann die Gehfähigkeit von Patienten mit multipler Sklerose verbessern. Dies zeigen zwei Phase-III-Studien, von denen eine jetzt im im Lancet publiziert wurde. Der Hersteller hat in den USA die Zulassung beantragt. Fampridin oder 4-Aminopyridin wird seit langem in der Grundlagenforschung angewendet, da der Wirkstoff selektiv die Kaliumkanäle auf Nervenzellen blockiert, was eine Verlängerung des Aktionspotenzials zur Folge hat. Die Hoffnung, dass dies bei Patienten, die an einer multiplen Sklerose erkrankt sind, die vom Immunsystem attackierten Neurone vorübergehend stabilisieren kann, ist nicht neu. Der Wirkstoff wurde bereits in einer Reihe kleinerer Studien untersucht, doch die Cochrane Collaboration kam 2002 zu dem Schluss, dass eine günstige Wirkung auf die Lähmungserscheinungen nicht belegt ist. Der Hersteller initiierte daraufhin die jetzt publizierte Phase-III-Studie, an der 301 Patienten teilnahmen ...
                                              zum Bericht im Deutschen Ärzteblatt

  • MS: Ansatz für Therapie gefunden
    • Forscher aus Würzburg könnten die Grundlage für eine neue Therapie der Nervenerkrankung Multiple Sklerose (MS) gelegt haben. In Tierversuchen ist es den Wissenschaftlern gelungen, eine bestimmte Zellart so zu manipulieren, dass sie keine Entzündungen mehr fördert. Eine Schlüsselrolle beim Angriff auf das Nervensystem von MS-Kranken spielen die sogenannten dendritischen Zellen des Immunsystems. Der Krankheitsverlauf verschärfe sich immer dann, wenn die Zahl dieser Zellen im Gehirn ansteige, fanden die Forscher durch Tierversuche heraus. Gleichzeitig sei bei den erkrankten Tieren eine Zellart unterrepräsentiert gewesen – die T-Zellen, die normalerweise Entzündungen eindämmen. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten die Grundlage legen für eine Therapie, die an den dendritischen Zellen ansetze, schlussfolgerten die Forscher ...
                                              zum Bericht in Focus online

  • Peitschenwürmer - Heilsame Parasiten im Magen
    • Hoffnung für MS-Kranke. Was fehlte, war ein Parasit, der das Immunsystem wieder in die richtigen Bahnen lockt, ohne seinem Wirt, dem Menschen, zu schaden. Die Wahl fiel auf den Schweine-Peitschenwurm. Seine Eier können in keinem Organismus außer dem des Schweins länger als zwei Wochen überleben. Wenn aus dem Eier-Cocktail doch einmal ein Wurm schlüpft, wird er schnell zersetzt und ausgeschieden. Doch während dieser zwei Wochen tricksen die Eier, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind, das Immunsystem aus. Einfach ausgedrückt, richtet es seine Aufmerksamkeit auf den neuen Eindringling, statt den eigenen Körper zu bekriegen. „Für Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose oder Darmerkrankungen und Allergien ist das die erste Therapie, die die Ursachen der Krankheiten beheben kann, statt nur die Symptome zu lindern“ ...
                                              zum Bericht im Focus

  • MS: MRI-Läsionen gehen Symptomen um Jahre voraus
    • Die für die multiple Sklerose typischen kernspintomografischen Läsionen können schon viele Jahre vor dem Ausbruch der Erkrankung sichtbar sein. Die breite Anwendung der Kernspintomografie hat dazu geführt, dass hin und wieder kontrastverstärkte Läsionen in der weißen Substanz entdeckt werden, die auf eine multiple Sklerose hindeuten. Oft sind diese Personen neurologisch unauffällig. Dennoch stellt sich die Frage, ob es sich um ein Frühstadium der Erkrankung handelt. Das lässt sich derzeit im Einzelfall nicht klären. Nach einer Untersuchung von Darin Okuda von der Universität von Kalifornien in San Francisco muss jedoch davon ausgegangen werden, dass es bei vielen Patienten später zu einer Manifestation der Erkrankung kommt ...
                                              zum Bericht im Deutschen Ärzteblatt

  • Bisherige Theorie zu Multipler Sklerose falsch
    • Der Botenstoff Interleukin-17 ist nicht der Auslöser von MS - Wissenschaftler müssen jetzt umdenken. Eine neue Forschungsarbeit könnte ein Umdenken bei der Therapie der Multiplen Sklerose (MS) notwendig machen. Die Immunzellen, die Wissenschaftler für die Ursache der Krankheit hielten, stehen unter falschem Verdacht. Dies berichten jetzt Schweizer und deutsche Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des "Journal of Clinical Investigation". Lange wussten Forscher nicht, welche Zellen die Krankheit auslösen. Vor drei Jahren schließlich entdeckten sie einen neuen Zelltyp, die Th17-Zellen. Da dieser Zelltyp in MS-Patienten häufiger vorkommt, galt er schnell als der Bösewicht, der die Erkrankung auslöst ...
                                              zum Bericht in WELTonline

  • Schutz vor dem eigenen Immunsystem
    • Impfung verhindert Multiple Sklerose im Tiermodell. Wissenschaftlern am Universitätsklinikum Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg ist es gelungen, Mäuse mit speziell präparierten, körpereigenen Immunzellen zu impfen und die Erkrankung an einer der Multiplen Sklerose ähnlichen Nervenentzündung zu verhindern. Dafür wurde auf der Zelloberfläche ein Eiweiß des Nervensystems platziert, das bei Multipler Sklerose Angriffspunkt der schädlichen Immunreaktion ist; die Zellen wurden zusätzlich mit einem Wirkstoff behandelt, der die Immunabwehr unterdrückt ...
                                              zum Bericht im BSOZD News

  • Leukämie-Medikament gibt MS-Patienten Hoffnung
    • Das Medikament Alemtuzumab, das ursprünglich zur Behandlung von Leukämie entwickelt wurde, kann offenbar die Krankheit Multiple Sklerose (MS) im frühen Stadium stoppen und sogar verlorene Gehirnfunktionen wieder herstellen. Wissenschaftler der Universität Cambridge testen seit mehr als drei Jahren, ob der Wirkstoff Alemtuzumab, der in Campath enthalten ist, auch gegen MS eingesetzt werden kann. Vor einem Jahr wurde die zweite Phase der klinischen Prüfung abgeschlossen, jetzt hat Studienleiter Alasdair Coles die Ergebnisse im New England Journal of Medicine zusammengefasst. Es sehe so aus, als ob das Medikament mit dem Markennamen Campath dazu führe, dass sich Gehirnzellen regenerierten ...
                                              zum Bericht in Biotechnologie.de

  • MS - Positive Ergebnisse zum Wirkstoff Laquinimod
    • Alle bisherigen Medikamente zur vorbeugenden Basistherapie bei der multiplen Sklerose sind nur parenteral wirksam. Laquinimod könnte dagegen als Tablette eingenommen werden. In einer randomisierten Studie im Lancet hat der Immunmodulator die Krankheitsaktivität in der Kernspintomografie signifikant vermindert. An der Studie beteiligten sich an 51 Zentren aus neun Ländern (aus Deutschland Bochum) 720 Patienten mit schubförmiger remittierender multipler Sklerose (RRMS). Sie wurden über 24 Wochen entweder mit 0,3 mg oder 0,6 mg Laquinimod oder Placebo behandelt. Wie Giancarlo Comi von der Vita-Salute Universität Mailand und Mitarbeiter mitteilen, wurde die kumulative Zahl der Gadolinium-markierten Läsionen in der Kernspintomografie von 4,2 (im Placebo-Arm) auf 2,6 gesenkt, was einer Reduktion um 40 Prozent entspricht ...
                                              zum Bericht im Deutschen Ärzteblatt

  • Hoch dosiertes Cyclophosphamid hilft gegen schwere MS
    • Erhebliche Verbesserungen unter Monotherapie. In der Therapie von Multipler Sklerose wurde Cyclophosphamid bislang in verschiedenen Kombinationen eingesetzt - und mit verschiedenen Ergebnissen. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass eine Monotherapie in hoher Dosis bei schwerer schubförmig-remittierender MS gut wirksam und verträglich ist. Dr. Chitra Krishran und Kollegen von der Johns Hopkins University in Baltimore untersuchten sechs Männer und drei Frauen, die an schwerer schubförmig-remittierender MS litten. Acht der Patienten hatten auf andere Therapien nicht angesprochen, einer war zuvor noch nicht behandelt worden. Das Alter der Studienteilnehmer lag zwischen 20 und 47 Jahren ...
                                            zum Bericht in ÄrztlichePraxis

  • Therapie muss Selbstständigkeit von MS-Patienten erhalten
    • Die Behandlung der übermäßigen Müdigkeit rückt immer stärker in den Blickpunkt der Therapie von Multiple-Sklerose-Patienten. Oberstes Ziel der Behandlung müsse es sein, die Selbstständigkeit des Betroffenen so weit wie möglich zu erhalten, fordert die Präsidentin der Schweizer Fachgruppe Physiotherapie, Regula Steinlin Egli, in der Fachzeitschrift «Physiopraxis»: «Der Patient muss selbst Verantwortung übernehmen und die therapeutischen Übungen als Eigentraining in seinen Alltag integrieren.» Nur dann bestehe die Chance, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen ...
                                              zum Bericht auf net-tribune

  • Unterschätzte Therapien bei MS
    • Nicht nur Arzneien, auch körperliche Aktivität, Physiotherapie und psychologische sowie soziale Unterstützung sind bei der Krankheits-Bewältigung wichtig. Die Erkrankung betrifft einfach den ganzen Körper, darum versuche ich auch, den ganzen Körper zu trainieren“, sagt Gertrude Weiland (Name geändert) gegenüber der „Presse“. Vor rund 20 Jahren erlitt die heute 45-jährige Patientin den ersten Schub einer Multiplen Sklerose: Sehstörungen in Form von Doppelbildern und ein vorübergehendes Schwächegefühl waren damals die Symptome ...
                                              zum Bericht auf DiePresse.com

  • Antikörper im Kopf
    • Neues Nachweisverfahren ermöglicht es, Antikörper ihrem Ursprung zuzuordnen. Eine unglaubliche Vielfalt an Antikörpern ermöglicht es uns, im täglichen Kampf mit Krankheitserregern zu bestehen. Bei Autoimmunerkankungen attackieren Antikörper jedoch irrtümlicherweise Zellen des eigenen Körpers - im Fall der Multiplen Sklerose sind es beispielsweise Nervenzellen. Doch woher stammen diese Antikörper? Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Neurobiologie und Biochemie und des Klinikums der Universität München (LMU) haben ein neues Nachweisverfahren entwickelt, mit dem Antikörper ihren Ursprungszellen zugeordnet werden können ...
                                              zum Bericht vom Informationsdienst Wissenschaft

  • Wenn das Immunsystem Amok läuft
    • Immer mehr Menschen leiden an Autoimmunkrankheiten. Ob Organe, Gelenke, Haut oder Drüsen – fast jeder Teil des Körpers kann dabei ins «friendly fire» der eigenen Abwehr geraten. Normalerweise funktioniert das Immunsystem wie die Schutzsysteme eines Landes gegen fremde Eindringlinge. Mechanische Abwehrmassnahmen sind dabei die erste Barriere: Schweiss auf der Haut bremst das Wachstum körperfremder Organismen; Schleim in den Atemwegen bindet unerwünschte Eindringlinge. Gelangen Keime dennoch in die Blutbahn, so warten hier Makrophagen. Diese Fresszellen erkennen und vernichten die Erreger. Eine dritte Abwehrfront bildet eine Gruppe weisser Blutkörperchen, Lymphozyten namens T- und B-Zellen. Gleich Grenzwächtern sind sie beständig unterwegs und überprüfen die Identitätskarten sämtlicher Zellen im Blutkreislauf. Wer eine falsche Identitätskarte hat, wird als Eindringling entlarvt, attackiert und eliminiert ...
                                              zum Bericht von NZZonline

  • Mit Gift gegen Gesichtslähmung
    • Botox lässt sich auch zu medizinischen Zwecken einsetzen: Wir nutzen Botulinumtoxin unter anderem bei Spastik, also bei der Erhöhung der Muskelspannung durch Erkrankung des Nervensystems", nennt Dr. Pablo Pérez-González, neurologischer Oberarzt am Herz-Jesu-Krankenhaus in Hiltrup, ein Beispiel. Das Hiltruper Krankenhaus hat eine eigene Botulinumtoxin-Ambulanz zur Diagnostik und Therapie dystoner Bewegungsstörungen und Spastik. Mögliche Ursachen der Spastik können, so der Spezialist Schlaganfälle, Multiple Sklerose und Schädel-Hirn-Traumata sein. "Die Folgen äußern sich beispielsweise in unwillkürlichem Faustschluss - die Hand kann nicht mehr geöffnet werden - oder in der Beugung des Armes", erläutert Dr. Pérez. Mit Botox werde dann der Muskel gelähmt, um die Kontrakturen zu verhindern ...
                                              zum Bericht von Stadtmagazin Echo Münster

  • Kinn kurzfristig taub - MS war Ursache
    • Numb-Chin-Syndrom erwies sich als MS-Frühsymptom bei einer klinisch sonst unauffälligen jungen Frau. Trigeminale Sensibilitätsstörungen kommen bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) häufig vor. Selten können sie auch Erstmanifestation einer MS sein. Daran erinnern Kollegen am Beispiel einer jungen Frau mit Numb- Chin-Syndrom. Die 34-jährige Patientin war als Notfall in das Universitätsspital Basel eingewiesen worden, weil sie seit fünf Tagen ein Taubheitsgefühl am Kinn bemerkt hatte, das sich allmählich ausdehnte ...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Rituximab bei MS: B-Zell-Depletion als neuer Therapieansatz
    • Alle bisherigen Therapien bei der multiplen Sklerose zielen – mehr oder weniger erfolgreich – darauf, die Attacke der T-Zellen auf die Myelinscheiden im zentralen Nervensystem zu verhindern. Nach den Ergebnissen einer Phase 2-Studie im New England Journal of Medicine (2008; 358: 676-688) könnte ein Angriff auf die B-Zellen ebenfalls wirksam sein. Zwei Kurzinfusionen mit Rituximab erzielten bei Patienten mit schubförmig-remittierender multipler Sklerose (RRMS) eine ungewöhnlich gute und lang andauernde Wirkung. Rituximab wurde ursprünglich zur Behandlung von Krebserkrankungen entwickelt. Der monoklonale Antikörper erkennt das Antigen CD20 auf B-Zellen und beseitigt diese ...
                                              zum Bericht in Deutsches Ärzteblatt

  • Stammzellen, Gene, Umwelt- und Arzneimittelrisiken
    • Die Entwicklung reprogrammierter Stammzellen war eine der wichtigsten Fortschritte der biologischen Grundlagenforschung im letzten Jahr. Ihre medizinische Bedeutung ist jedoch noch nicht absehbar. Dagegen rückt – sieben Jahre nach der Entschlüsselung des menschlichen Genoms – die persönliche Erbgutanalyse in die Nähe des Möglichen, wenn auch die Kosten vorerst extrem hoch sind. Nicht immer fassbar sind die konkreten Folgen von bekannten Umweltrisiken für die Gesundheit. Auch die Risiken und Nebenwirkungen neuer Arzneimittel wurden im letzten Jahr unterschiedlich beurteilt ...
                                              zum Bericht in Deutsches Ärzteblatt

  • Familiäre Häufung verschärft MS
    • Wenn Multiple Sklerose in einer Familie gehäuft auftritt, verläuft sie oft schwerer als bei Patienten ohne die familiäre Vorbelastung. Wissenschaftler der Universität Buffalo haben von 759 Patienten mit Multipler Sklerose (MS) Kernspinaufnahmen gemacht. Dabei stellten sie fest, dass die Entzündungsherde und Nervenschäden im Gehirn besonders groß und zahlreich sind, wenn der Kranke Verwandte hat, die ebenfalls von MS betroffen sind. Die Studie stützt die These, dass nicht nur die Entstehung, sondern auch der Verlauf dieser Degeneration des Nervensystems genetisch bedingt ist ...
                                              zum Bericht im Focus

  • Therapeutische Crux: Neuropathische Schmerzen
    • Schmerzfreiheit ist selten zu erreichen / Erfolgversprechend sind meist nur individuell abgestimmte Kombitherapien. Neuropathische Schmerzen sind häufig schwer zu lindern - ohne Kombinationstherapie geht es meist nicht. Diese basiert im Wesentlichen auf Antidepressiva, Antikonvulsiva und Opioiden. Die optimal wirksame Kombination und Dosierung muss für jeden Patienten individuell erprobt werden. Ursache neuropathischer Schmerzen sind Läsionen in Schmerz leitenden oder Schmerz verarbeitenden Strukturen des Nervensystems ...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Antikörper repariert defekte Nervenhüllen
    • Forscher haben einen neuen Antikörper kreiert, der die defekten Nervenhüllen von Kranken mit Multipler Sklerose reparieren kann. Sehstörungen, Taubheit, Schwindel, Lähmungen – Multiple Sklerose hat viele Gesichter. Fehlgeleitete Abwehrzellen attackieren dabei die sogenannten Myelinscheiden. Das sind schützende Hüllen, die Nervenzellen wie eine Kabelisolierung umgeben. Sind die Eiweißhüllen defekt, bessert der Körper sie normalerweise von selbst aus. Bei Kranken mit Multipler Sklerose oder anderen Störungen des zentralen Nervensystems ist dieser Reparaturmechanismus jedoch stark verlangsamt oder defekt. Ärzte können diese chronischen Leiden bislang nicht heilen. Das könnte sich jetzt ändern ...
                                              zum Bericht im Focus

  • MS-Verdacht bei Schwächegefühl und Sehstörungen
    • Abgeschlagenheit, Sehstörungen und Hautkribbeln sind die häufigsten Erstsymptome bei Multipler Sklerose (MS). Bei Verdacht auf eine MS sollte immer eine kraniale Kernspintomographie gemacht werden. Weil MS-Beschwerden sehr variabel und unspezifisch sind, gehen die meisten Betroffenen zunächst zu Allgemeinärzten und Internisten, aber auch zu Augenärzten und Gynäkologen. Bei 90 Prozent der MS-Patienten beginnt die Erkrankung mit einem akuten Schub, der sich oft als Sehstörung oder leichte Parese bemerkbar macht...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung


  • MS: Frühdiagnose mit Kernspintomographie
    • Läsionen in der Kernspintomographie des Gehirns sind ein zuverlässiger Frühindikator für eine multiple Sklerose. Um die Diagnose zu stellen, mussten die Ärzte bisher einen zweiten Schub abwarten. Dieser tritt eventuell erst nach mehreren Jahren auf. Seit einiger Zeit ist bekannt, dass bei der Frühform der Erkrankung Läsionen in der Kernspintomographie auftreten. Die prognostische Bedeutung dieser Läsionen war jedoch nicht klar...
                                              zum Bericht vom Deutschen Ärzteblatt


  • Warum der Geist sich nicht überlisten lässt
    • Die Medizin der Zukunft sollte das seelische Gleichgewicht der Menschen mehr als bisher in den Mittelpunkt rücken: um Krankheiten vorzubeugen und um bei schon vorhandenen körperlichen Leiden besser behandeln zu können. So verbessert bei lebensbedrohlichen Krankheiten eine gelungene Streßverarbeitung nicht nur die Lebensqualität. Sie könnte auch den Verlauf der Krankheit beeinflußen und das Leben verlängern...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung


  • Blutwäsche hilft MS-Patienten
    • Göttingen: Neuropathologen gehen neue Wege. Die Krankheit trifft vor allem jüngere Frauen. Viele der Betroffenen landen im Rollstuhl. Eine MS kann allerdings sehr unterschiedlich verlaufen. Warum das so ist, wissen die Ärzte nicht. Sie haben aber festgestellt, dass es unterschiedliche Typen der MS gibt, und nicht alle reagieren auf die übliche Kortisonbehandlung. Mehr als die Hälfte aller Patienten leidet am Typ 2. Neuropathologen am Universitätsklinikum Göttingen haben jetzt herausgefunden, dass diesen Patienten mit einer Plasmapherese, einer Blutwäsche, geholfen werden kann...
                                              zum Bericht in ZDFheute

  • Amalgam im Gebiß offenbar harmlos
    • Kein Zusammenhang zwischen neurologischen Krankheiten und Plombenzahl. Eine Meta-Analyse von 300 Studien hat keine Hinweise darauf ergeben, daß Quecksilber aus Zahn-Amalgam Gesundheitsschäden hervorruft. So läßt sich bei Personen, die Beschwerden wie Kopfschmerzen, Depressionen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen ihren Amalgam-Füllungen anlasten, keine erhöhte Quecksilber-Belastung messen...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Schmerz bei MS sollte mehr beachtet werden
    • Schmerz als wichtiges Symptom bei Multipler Sklerose (MS) wird nach Ansicht von Dr. Sona Feketova längst noch nicht genügend berücksichtigt. Viel Aufmerksamkeit werde bisher außer den Störungen am Bewegunsapparat den Augen-Symptomen und der Blasendysfunktion gewidmet. Wie häufig Schmerzen bei MS aber sind, und wie groß deshalb auch der Behandlungsbedarf ist, haben jetzt aber wieder die bei 734 MS-Patienten erhobenen Daten bestätigt, die die Neurologin von der Comenius-Universität in Bratislava vorgestellt hat...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Stress verschlimmert Multiple Sklerose
    • Patienten, die an Multipler Sklerose leiden, sind durch Stress besonders gefährdet. Die psychische Belastung kann die Symptome verstärken. Anhaltender Stress kann zu verschiedenen Krankheiten wie etwa Infektionen beitragen. Offenbar sollten sich Menschen, die an Multipler Sklerose (MS) erkrankt sind, besonders gut davor schützen. Beunruhigende Ereignisse können den Krankheitsverlauf beschleunigen...
                                              zum Bericht der netzeitung


  • Ein erfolgreiches Duo: Oxycodon und Naloxon
    • Bessere Analgesie mit Fixkombination als mit Opioid allein / Unerwünschte Effekte auf den Darm werden vermieden. Die innovative fixe Kombination von retardiertem Oxycodon mit dem ebenfalls retardierten Opioid-Antagonisten Naloxon wirkt bei Patienten mit chronischen Schmerzen stärker analgetisch als das bewährte Opioid alleine. Zugleich normalisiert die Blockade peripherer Opioid-Rezeptoren durch Naloxon die Darmtätigkeit und läßt somit unerwünschte Wirkungen gar nicht erst eintreten. Für Dr. Gerhard Müller-Schwefe aus Göppingen setzt die jetzt als Targin® zugelassene Fixkombination einen neuen Standard in der Therapie von Patienten mit chronischen opioidpflichtigen Schmerzen...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Trigeminusneuralgie bei MS besonders häufig
    • Mittel der ersten Wahl bei Patienten mit Trigeminusneuralgie sind die Antiepileptika Carbamazepin und Oxcarbazepin. Bei Patienten mit multipler Sklerose (MS) kann auch das Prostaglandin-Präparat Misoprostol eine Trigeminusneuralgie lindern. Eine Option ist auch die Radiotherapie. Trigeminusneuralgien kommen bei Patienten mit Multipler Sklerose überdurchschnittlich oft vor...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung


  • Bei neuropathischen Schmerzen sind Opioide erste Wahl
    • Opioide gehören bei neuropathischen Schmerzen zur Therapie der ersten Wahl. Die in Deutschland weit verbreitete Angst vor Opioid-Abhängigkeit sei unbegründet, so der Anästhesist und Allgemeinmediziner Dr. Ulf Schutter aus Marl...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung


  • Pregabalin lindert neuropathische Schmerzen
    • Bei Patienten mit peripheren neuropathischen Schmerzen lassen sich mit dem seit Anfang September erhältlichen Medikament Pregabalin die Symptome schnell lindern. Das haben Studien bei Patienten mit schmerzhafter, diabetischer Polyneuropathie und Neuralgien nach einem Herpes zoster ergeben. Pregabalin (Lyrica®) bindet an eine Untereinheit von spannungsabhängigen Kalziumkanälen im zentralen Nervensystem...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung


  • Impfungen schützen trotz Interferon-Therapie
    • Totimpfstoffe, etwa gegen Grippe, können bei Multipler Sklerose mit Erfolg und ohne Bedenken benutzt werden. Auch Patienten mit Multipler Sklerose (MS) profitieren von Impfungen, etwa Grippe-Impfungen. Virusinfekte können zur Verschlechterung der MS beitragen. Darauf hat Professor Frauke Zipp von der Charité bei einer von Serono unterstützten Veranstaltung in Berlin hingewiesen. Immer wieder geäußerte Befürchtungen, Impfungen könnten möglicherweise MS auslösen oder Schübe triggern, seien zumindest bei den heute eingesetzten Totimpfstoffen unberechtigt. Daß auch MS-Kranke, die immunmodulatorisch mit subkutanem Interferon beta-1a (Rebif®) behandelt werden, durch eine Grippeimpfung ausreichend vor der viralen Infektion geschützt sind, belegt eine offene prospektive Studie...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Muskarin-Rezeptorblocker stoppt Muskelverspannungen
    • Bei schmerzhaften Muskelverspannungen gibt es mit dem Muskarin-Rezeptorantagonisten Pridinol jetzt eine neue Option. Als Injektionslösung wirkt es bereits innerhalb von 30 Minuten, oral setzt die Wirkung innerhalb von zwei Stunden ein. Und: Die Substanz hat kein Suchtpotential...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung


  • Pergolid am Abend vertreibt Zucken und Kribbeln
    • Mißempfindungen und Bewegungsunruhe der Beine bis hin zum Drang aufzustehen können Patienten den Schlaf rauben. Eine abendliche Dosis des Dopaminagonisten Pergolid kann die Symptome deutlich vermindern, hat eine neue Studie ergeben...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung


  • Neugeborene von MS-Patientinnen oft etwas leichter
    • Das belegen Studiendaten einer Arbeitsgruppe aus Bergen in Norwegen. Aus dem norwegischen Geburtenregister wurden Daten von 649 Geburten von 461 MS-Patientinnen mit denen von etwa zwei Millionen Geburten von einer Million gesunder Frauen verglichen. Danach wogen Neugeborene von MS-Patientinnen bei normalem Kopfumfang im Mittel 3268 g (Kontrollgruppe: 3391 g). Die Länge der Babys betrug im Mittel 50 cm (Kontrollgruppe: 50,4 cm). Aus früheren Studien gebe es keine Anhaltspunkte für einen reduzierten Ernährungszustand des Fetus bei MS der Mutter, berichtet das Team um Dr. Julie Dahl (Neurology, 65, 2005, 1961). Deshalb sei denkbar, daß MS über bisher unbekannte Mechanismen das fetale Wachstum direkt beeinflußt...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Studie erklärt warum mehr Frauen an MS erkranken
    • Gehirn und Rückenmark von männlichen Mäusen enthalten mehr Myelin, also mehr von jener schützenden Substanz, die die Nervenzellen umhüllt. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Wayne State University School of Medicine gekommen. Diese Forschungsergebnisse könnten erklären, warum einige neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose häufiger bei einem Geschlecht auftreten als beim anderen. Das Team um Robert Skoff wies diesen unerwarteten Unterschied nach, als es die Zusammensetzung der weißen Substanz in den Gehirnen von männlichen und weiblichen Mäusen verglich...
                                              zum Bericht in journalMed

  • Botulinumtoxin mindert Inkontinenz bei MS
    • Injiziertes Btx in den Detrusor reduziert Inkontinenzepisoden. Querschittgelähmte Patienten und Multiple-Sklerose-Patienten mit spastischer Blase können durch Injektionen von Botulinumtoxin in den Detrusor wieder harnkontinent werden. Die Wirkung hält bei den meisten Patienten über eine Woche an. Neurodegenerative Erkrankungen oder spinale Läsionen verursachen unter anderem Blasenstörungen, etwa Detrusor-Sphinkter-Dyssynergien oder die Detrusor-Hyperaktivität. Studien bei querschnittgelähmten sowie spastisch behinderten Patienten hätten gute Effekte von gezielten Injektionen mit Botulinumtoxin A (Botox®) ergeben...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Gute Einstellung mit Opioiden nicht aufs Spiel setzen
    • Bei Patienten mit chronischen Schmerzen, die gut auf Opioide eingestellt sind, sollte die Therapie - etwa aus Kostengründen - nicht einfach auf Nicht-Opioide umgestellt werden. Denn dies kann zu Schmerz-Exazerbationen führen und die Chronifizierung beschleunigen. Dann wären am Ende noch höhere Opioid-Dosen erforderlich. Darauf hat Dr. Thomas Nolte vom Schmerz- und Palliativzentrum in Wiesbaden bei einer Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie in Frankfurt am Main aufmerksam gemacht. Nach seinen Erfahrungen würden aus Budgetgründen häufig Opioide abgesetzt...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Dopamin-Agonist bewährt sich bei unruhigen Beinen
    • Etwa drei Prozent der erwachsenen Bevölkerung haben so schwere Symptome eines Restless-Legs-Syndroms, daß sie Medikamente brauchen. Für sie wird es voraussichtlich Ende des Jahres mit Ropinirol eine neue Therapie-Option geben. Bei etwa 25 Prozent der Patienten mit Restless-Legs-Syndrom (RLS) wird die Krankheit nicht richtig diagnostiziert...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Elektronische Hilfe für Patienten mit Gedächtnis-Problemen
    • Eine leicht bedienbare elektronische Gedächtnishilfe für hirngeschädigte Patienten haben Forscher der Universität Leipzig entwickelt. Die Gedächtnishilfe namens MEMOS erhöht die Selbständigkeit und Lebensqualität der Betroffenen und entlastet Familienangehörige und andere Betreuungspersonen...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Donepezil hilft auch bei MS dem Gedächtnis
    • Das Alzheimer-Mittel Donepezil kann offenbar bei MS-Patienten mit beginnenden Gedächtnis-Störungen die Gedächtnisleistung bessern. Der zugrundeliegende Wirkmechanismus ist weitgehend unklar. Etwa jeder zweite MS-Patient leidet an mehr oder weniger stark ausgeprägten kognitiven Störungen. Diese könnten wesentlich zur Behinderung im Alltag beitragen, so Dr. Lauren Krupp von der State University of New York in Stony Brook, USA. Oft handelt es sich um Störungen des Lernens, des Gedächtnisses und der Informationsverarbeitung...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Vorteile für neue Antikonvulsiva bei Neuropathie
    • In der Therapie bei neuropathischen Schmerzen gehören Antikonvulsiva zu den Mitteln der ersten Wahl. Besonders die neuen Substanzen wie Gabapentin, Pregabalin oder das noch nicht für diese Indikation zugelassene Oxcarbazepin sind nach Ansicht von Privatdozent Dr. Michael Überall aufgrund ihrer guten Wirksamkeit und wegen der im Vergleich zu älteren Antikonvulsiva besseren Verträglichkeit eine gute Option...
                                              zum Bericht der Ärzte Zeitung

  • Stammzellforschung: Diesseits des Rubikon
    • Tatsächlich stellen humane adulte Stammzellen eine Alternative zu humanen embryonalen Stammzellen dar. Sie besitzen das Potenzial zu differenzieren. Im Unterschied zu den embryonalen Stammzellen können sie vom Patienten selbst gewonnen und nach erfolgter Expansion ohne Immunsuppression zurückgegeben werden. Ethische Bedenken gibt es nicht...
                                              zum Bericht vom Deutschen Ärzteblatt


  • Stammzellen: Rohstoff für die regenerative Medizin
    • Stammzellen gelten als Hoffnungsträger in der regenerativen Medizin. Doch sowohl embryonale als auch adulte Stammzellen weisen Vor- und Nachteile auf. Die Stammzellforschung weckt derzeit Hoffnung auf eine nahezu unbegrenzte Anwendung von Stammzellen in der regenerativen Medizin ...
                                              zum Bericht vom Deutschen Ärzteblatt


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